13. April, 2024

Politik

Baltische Aufmunterung für Ruttes Kandidatur zum Nato-Chefposten

Baltische Aufmunterung für Ruttes Kandidatur zum Nato-Chefposten

Die baltischen Staaten Estland und Litauen stellen sich geschlossen hinter die Kandidatur des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte für das Amt des Nato-Generalsekretärs. Nach intensiven Gesprächen im estnischen Tallinn bestätigen diplomatische Kreise, dass Rutte ernsthafte Ambitionen hegt, die transatlantische Allianz zu stärken. Die estnische Regierungschefin Kaja Kallas, selbst als potenzielle Anwärterin auf den Spitzenposten gehandelt, zeigte sich erbost über Ruttes Führungseigenschaften und signalisierte klare Unterstützung.

Die Unterstützung Litauens für Rutte unterstreicht der litauische Präsident Gitanas Nauseda, indem er Ruttes klarsichtige Haltung und seine Wandelbarkeit im Umgang mit der russischen Bedrohung lobt. Dass Rutte ein besonderes Gespür für die Gefahren entlang der Nato-Ostflanke besitzt, wird dabei besonders hervorgehoben.

Noch ist der Weg zum Posten des Nato-Spitzenfunktionärs nicht vollends geebnet, benötigt Rutte doch die Zustimmung aller 32 Bündnispartner. Allerdings, so munkelt man in gut informierten Kreisen, könnte der 57-jährige Niederländer bereits auf die Unterstützung von 28 Mitgliedsstaaten zählen. Trotz abseitiger Zurückhaltung wie von Seiten Ungarns und Rumäniens genießt Rutte maßgebliche internationale Rückhaltung, insbesondere von Schwergewichten wie Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Dennoch bleibt das Rennen offen – auch Rumäniens Präsident Klaus Iohannis wirft seinen Hut in den Ring um das Generalsekretariat.