Der renommierte Automobilzulieferer ZF hat im Jahr 2024 einen beträchtlichen Verlust von über einer Milliarde Euro hinnehmen müssen. Das Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Friedrichshafen am Bodensee befindet, führt diesen Rückgang vor allem auf erhebliche Rückstellungen für Umbaukosten in der Größenordnung von rund 600 Millionen Euro zurück. Noch im Vorjahr konnte der Konzern einen Gewinn von 126 Millionen Euro verzeichnen.
ZF-Vorstandschef Holger Klein betonte die Herausforderungen, denen die Branche aktuell ausgesetzt ist. "Unser Maßnahmenplan zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu stärken", erklärte Klein in einer Presseverlautbarung. Die Strategie sieht Einsparungen und einen Abbau von Arbeitsplätzen vor, mit dem Ziel, ZF zu entschulden und als Technologiepionier gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
In wirtschaftlicher Hinsicht verzeichnete ZF einen Umsatz von 41,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, ein Rückgang von elf Prozent, was einem Erlösverlust von 5,2 Milliarden Euro entspricht. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank deutlich um 900 Millionen Euro auf rund 1,5 Milliarden Euro.
ZF plant in den kommenden Jahren den Abbau von bis zu 14.000 Stellen in Deutschland. Zum Ende des Jahres 2024 beschäftigte das Unternehmen weltweit noch 161.631 Mitarbeiter, davon mehr als 52.000 in Deutschland, was einem Rückgang von jeweils vier Prozent entspricht. Für 2025 erwartet ZF trotz stabiler Wechselkurse keinen Umschwung, prognostiziert jedoch einen Umsatz von über 40 Milliarden Euro.