13. April, 2024

Politik

Außenministerin Baerbock fordert Umsicht bei geplanter israelischer Offensive in Rafah

Außenministerin Baerbock fordert Umsicht bei geplanter israelischer Offensive in Rafah

In einer aktuellen Sitzung des Bundestages hob Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hervor, dass die geplante Bodenoffensive Israels in Rafah, einer Stadt im südlichen Gazastreifen, ernste Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Zivilbevölkerung aufwirft. Baerbock betonte, dass es schwer vorstellbar sei, wie der Schutz der etwa 1,5 Millionen Zivilisten in der umkämpften Region gewährleistet werden soll. Mit Blick auf die hohe Zahl von Menschen, die in Rafah Zuflucht gesucht haben, mahnte die Ministerin zur Vorsicht hinsichtlich des israelischen Vorgehens in diesem dicht besiedelten Gebiet.

Zugleich setzte sich Baerbock für eine humanitäre Waffenruhe ein, die einen doppelten Zweck erfüllen soll: Zum einen soll sie die Freilassung israelischer Geiseln begünstigen und zum anderen den Weg für lebenswichtige Hilfslieferungen in den Gazastreifen ebnen. Die Außenministerin unterstrich dabei das Ziel, ein Ende des Leids für beide Konfliktparteien herbeizuführen und forderte eine verantwortungsvolle Herangehensweise an die brisante Situation in Rafah. Die internationale Debatte über das israelische Vorhaben bleibt indessen gespalten, reflektierend auf das hohe Risiko für die palästinensische Zivilbevölkerung und die komplexen geopolitischen Implikationen.