19. Mai, 2024

Wirtschaft

Ausbaupläne von Tesla in Grünheide erhalten grünes Licht trotz Protesten

Ausbaupläne von Tesla in Grünheide erhalten grünes Licht trotz Protesten

Im brandenburgischen Grünheide haben die örtlichen Gemeindevertreter unter Polizeischutz und inmitten hitziger Diskussionen die Erweiterung des Geländes des Elektroautobauers Tesla beschlossen. Der von Kontroversen begleitete Beschluss ermöglicht es dem Unternehmen, einen Güterbahnhof sowie zusätzliche Logistikflächen aufzubauen und damit sein europäisches Fertigungszentrum auszubauen. Trotz der Reduzierung der Erweiterungsfläche, die nun weniger Waldrodungen vorsieht, ist der Streit um das Projekt noch nicht beigelegt.

Während Umweltaktivisten wegen befürchteter Umweltschäden weitere Proteste und Klagen ankündigen, hoffen Befürworter auf eine Verkehrsentlastung für die Gemeinde durch den geplanten Güterbahnhof. Tesla hält den Beschluss für eine Chance, die Verkehrsprojekte nun detailliert zu planen und sieht sich in seinen Anpassungen bestätigt, die Rücksicht auf örtliche Bedenken nehmen. Dennoch deuten die Reaktionen ein geteiltes Echo in der Bevölkerung an, das von Forderungen nach weiterer Bürgerbeteiligung bis hin zu Unverständnis reicht.

Während Tesla aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage global Stellen abbaut, bleibt der Standort Grünheide weiterhin ein zentraler Produktionspunkt mit großen Ambitionen: Mit dem erweiterten Bebauungsplan strebt das Unternehmen eine Produktionskapazität von jährlich zwei Millionen Autos an. Dies würde eine Vervierfachung des derzeitigen Personalbestandes bedeuten. Gleichzeitig bleibt das umstrittene Großprojekt inmitten von Wasserschutzgebieten und ökologischen Bedenken ein Zankapfel, der die Gemüter spaltet.