29. April, 2026

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Aus für Gastransit durch die Ukraine: Putin beschwichtigt

Aus für Gastransit durch die Ukraine: Putin beschwichtigt

Präsident Wladimir Putin hat bestätigt, dass es keine neuen Abkommen für den Gastransit durch die Ukraine geben wird. Dies bedeutet, dass einer der letzten großen russischen Gasrouten nach Europa, die Pipeline Urengoi-Pomary-Uschhorod aus der Sowjetzeit, zum Jahresende stillgelegt wird. Die Verträge, die den Transport von Gas aus dem nördlichen Sibirien nach Europa ermöglichen, laufen aus, da Kiew offenbar kein Interesse an einer Verlängerung hat.

Russland, einst Europas größter Gaslieferant, hat durch die Bestrebungen der EU, die Abhängigkeit von Moskau zu verringern, fast alle europäischen Kunden verloren. Auch die Zerstörung der Nord Stream-Pipeline im Jahr 2022 fügt den russischen Gasexporten nach Europa erheblichen Schaden zu. Dennoch betont Putin, dass Russland und Gazprom diese Herausforderungen bewältigen werden.

Seit der Entdeckung großer Gasvorkommen in Sibirien nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sowjetische und russische Regierungen über Jahrzehnte hinweg ein erhebliches Energiegeschäft mit Europa aufgebaut. Zu Spitzenzeiten lieferte Russland 35% des europäischen Gasbedarfs. Doch seit Beginn des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 hat Gazprom Marktanteile an Norwegen, die USA und Katar verloren. Putin kritisierte auch westliche Sanktionen gegen russisches Flüssigerdgas (LNG) als Versuch, den Wettbewerb zu Gunsten westlicher Anbieter auszuschalten.

Trotz der durch Sanktionen entstehenden Probleme versichert Putin, dass Russland diese meistern werde.