25. Februar, 2024

Wirtschaft

Aufwind in der Ukraine: Agrarsektor beflügelt Seefracht trotz Konfliktschatten

Aufwind in der Ukraine: Agrarsektor beflügelt Seefracht trotz Konfliktschatten

In einem beeindruckenden Kraftakt hat die Ukraine trotz anhaltender militärischer Auseinandersetzungen ihre maritime Wirtschaftsleistung stabilisiert. In den letzten sechs Monaten gelang es dem osteuropäischen Land, eine imponierende Menge von nahezu 20 Millionen Tonnen Güter über das Schwarze Meer zu exportieren. Der ukrainische Premierminister Denys Schmyhal teilte mit Stolz mit, dass ein Großteil dieser Fracht, nämlich rund 70 Prozent, aus landwirtschaftlichen Produkten bestünde – ein Triumph für die ukrainischen Landwirte. Diese Exporte verteilten sich auf über 660 Schiffe, die ihren Weg in insgesamt 32 Länder fanden.

Die Zahlen sprechen für eine bemerkenswerte Resilienz: Im Januar erreichten die Exportmengen auf dem Seeweg wieder das Niveau vor der Invasion, und die Handelserträge in dieser Periode beliefen sich auf etwa 2,8 Milliarden Euro, von denen 60 Prozent auf Seefracht entfielen.

Diese Erfolgsgeschichte ist umso bedeutender, wenn man die Versuche Russlands in Betracht zieht, den ukrainischen Seehandel zu blockieren – ein Manöver, das durch die strategische Rückeroberung der Schlangeninsel durch die ukrainischen Streitkräfte und den Verlust wichtiger Schiffe der russischen Flotte, einschließlich ihres Flaggschiffs "Moskwa", einen Dämpfer erhielt. Das Auslaufen eines UNO- und Türkei-vermittelten Sicherheitsabkommens letztes Jahr scheint die Ukraine nicht aufgehalten zu haben; vielmehr hat Kiew einen sicheren Seehandelskorridor eingerichtet und setzt auf eigene Stärke und List, um die Weichen für weiteres Wachstum zu stellen.