20. Juni, 2024

Wirtschaft

Aufstieg der Super-Schwellenländer?

In einer Wende der globalen Wirtschaftsdynamik sind Mexiko, Indien und Indonesien auf dem besten Weg, die etablierten Wirtschaftsmächte zu überholen und bieten Anlegern lukrative Chancen.

Aufstieg der Super-Schwellenländer?
Im Zuge der globalen Wirtschaftsverschiebungen verlagern Investoren ihre Strategien weg von traditionellen Schwellenländerindizes, die stark von China dominiert werden, hin zu gezielteren Investments in vielversprechende Märkte wie Mexiko und Indien.

Die überholende Dynamik der Schwellenländer

Laut aktuellen Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Wirtschaftskraft der Schwellen- und Entwicklungsländer schon bald die der G-7-Staaten übersteigen.

Ein solcher Paradigmenwechsel war vor einem Jahrzehnt unvorstellbar, als die G-7-Staaten doppelt so groß wie die Schwellenländer waren. Doch das Blatt hat sich gewendet.

Die USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien – zusammen stehen sie heute nur noch knapp vor den aufstrebenden Volkswirtschaften.

Fehlende Renditen trotz Wachstum

Obwohl die Schwellenländer seit Jahren schneller wachsen als die Industrienationen, haben sich die erwarteten Investitionsrenditen für viele Anleger als enttäuschend erwiesen.

Prognosen des IWF deuten darauf hin, dass die kombinierte Wirtschaftskraft der Schwellenländer bald die der G7-Staaten übertrifft, markiert durch beeindruckendes Wachstum in Ländern wie Mexiko, Indien und Indonesien.

Dies liegt vor allem an der bisherigen Dominanz Chinas in den Schwellenländerindizes, die zu einer Verzerrung geführt hat.

Viele Anleger, die auf breite Schwellenländer-ETFs setzten, mussten sich mit geringen Renditen zufriedengeben.

Gezielte Investitionen abseits von China

Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der Schwellenländer rät JP Morgan's Chef-Anlagestratege Marko Kolanović zu einer differenzierteren Betrachtung.

Einige Fondsmanager haben bereits begonnen, gezielt in Schwellenländer zu investieren, die China ausschließen, um eine breitere Diversifikation zu erreichen und flexibler auf die neuen Gegebenheiten reagieren zu können.

Erfolgsmodelle Mexiko, Indien und Indonesien

Mexiko, Indien und Indonesien sind die Länder, die in den letzten drei Jahren außergewöhnliche Börsengewinne verzeichnet haben. Mexikos Börsenindex IPC und der indische Sensex sprangen um beeindruckende 65 bzw. mehr als 50 Prozent nach oben, während südkoreanische und chinesische Aktien Verluste hinnehmen mussten.

„Das Land profitiert von günstigen demografischen Strukturen mit einer großen, jungen Bevölkerung und ist Heimat mehrerer weltweit führender Unternehmen sowie einiger sehr attraktiver inländischer Konsumwerte“, schreiben die Experten.

Diese Länder bieten stabile politische Verhältnisse und eine wachsende Wirtschaft, die durch Reformen und offene Märkte für ausländische Investitionen unterstützt wird.

Strategische Überlegungen für die Zukunft

Die Erfolgsgeschichte dieser Schwellenländer macht deutlich, dass eine selektive und strategisch ausgerichtete Investitionsweise notwendig ist, um das volle Potenzial dieser Märkte auszuschöpfen.

Die kommenden Jahre könnten diese Länder zu den Hauptakteuren im globalen Wirtschaftsgeschehen machen und bieten eine einmalige Gelegenheit für vorausschauende Investoren, die frühe Signale erkennen und nutzen wollen.