22. Februar, 2024

Politik

Asyltrend leicht rückläufig – Januarzahlen unter Vorjahresniveau

Asyltrend leicht rückläufig – Januarzahlen unter Vorjahresniveau

In der Asylpolitik zeigten die aktuellen Zahlen aus Nürnberg leichte Entspannungssignale. Verglichen mit dem Vorjahresmonat, sank die Zahl der Asylanträge in Deutschland signifikant. Laut Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge verzeichnete man 26.376 Erstanträge, was eine Reduzierung um 9,3 Prozent gegenüber den 29.072 Anträgen des Januars 2023 bedeutet. Diese Entwicklung stellt einen positiven Trend gegenüber dem Dezember 2023 dar, in dem mit 23.025 Anträgen ein geringerer Zufluss festzuhalten war – eine Zunahme um 14,6 Prozent.

Die Zusammensetzung der Asylsuchenden bleibt indessen weitgehend konstant, mit Syrien, der Türkei und Afghanistan als den Hauptursprungsländern der Asylantragsteller. Diese Nationen stehen für 60 Prozent der gesamten Neuanträge, wie die Behörde berichtet.

Interessant ist indes das Verhältnis von positiven zu negativen Entscheidungen. Im Januar dieses Jahres finalisierte das Bundesamt Asylentscheidungen für 27.363 Personen. Auffällig ist dabei, dass mehr als die Hälfte der Anträge abgelehnt wurde und lediglich 45,1 Prozent der Asylsuchenden einen Schutzstatus erlangten. Diese Quote markiert einen Rückgang gegenüber der Gesamtschutzquote von 51,4 Prozent, die noch im Vorjahr bestand.

Die jüngsten Entwicklungen im Asylgeschehen spiegeln sich somit einerseits in einer leichten Beruhigung wider, zeugen andererseits jedoch auch von strengeren Kriterien in der Anerkennungspraxis.