14. April, 2024

Märkte

Asiatische Börsen folgen negativem Trend der Wall Street und Erdbeben in Taiwan führt zu Bedenken

Asiatische Börsen folgen negativem Trend der Wall Street und Erdbeben in Taiwan führt zu Bedenken

Die asiatischen Börsen zeigten sich zur Wochenmitte beeindruckt von der negativen Entwicklung an der Wall Street und notierten durchgängig in der Verlustzone. Investoren blickten sorgenvoll auf die ökonomischen Auswirkungen des stärksten Erdbebens in Taiwan seit einem Vierteljahrhundert, das Risiken für globale Lieferketten aufwarf. Insbesondere die Unterbrechung der Chipfertigung durch den führenden taiwanesischen Halbleiterhersteller TSMC ließ die Sorge vor Produktionsausfällen aufkommen, wie Analysten der Landesbank Baden-Württemberg feststellten.

Weiterer Belastungsfaktor waren die Aktienmärkte in China - hier schwächelten die Kurse. Aus dem Finanzsektor verlautet von den Marktstrategen der Deutschen Bank, dass der jüngste Anstieg des Caixin-Einkaufsmanagerindexes zwar eine positive Wirtschaftsentwicklung signalisiere, jedoch gleichzeitig die Aussichten auf zusätzliche wirtschaftsfördernde Maßnahmen der Regierung schmälere. Der CSI 300, der die wichtigsten Unternehmen an den Festlandbörsen Chinas umfasst, fiel um moderate 0,35 Prozent, während der Hang Seng in Hongkong mit einem Verlust von 1,18 Prozent deutlicher nachgab.

Auch in Japan gab der Nikkei-225 deutliche 0,97 Prozent ab und verzeichnete einen Stand von unter der 40.000-Punkte-Marke. Das Bild in Australien rundete den negativen Trend ab; der S&P/ASX 200 büßte dort 1,34 Prozent ein - einmal mehr ein Zeichen der Anspannung, die an den asiatischen Märkten spürbar war.

Marktbeobachter halten nun die Augen offen für weitere Entwicklungen hinsichtlich der Situation in Taiwan und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die weltweiten Lieferketten, die Wirtschaftspolitik Chinas und die allgemeine Risikoneigung der Investoren.