12. April, 2024

Märkte

Aroundtown setzt Dividende aus: Vorsicht in unsicheren Zeiten

Aroundtown setzt Dividende aus: Vorsicht in unsicheren Zeiten

In einer konservativen Reaktion auf die anhaltenden Marktunsicherheiten kündigte der Immobilienkonzern Aroundtown an, für das Geschäftsjahr keine Dividende an seine Aktionäre auszuschütten. Dies gab der Verwaltungsrat des Unternehmens bekannt und signalisiert damit eine stark vorsichtige Haltung im Hinblick auf die zukunftsträchtige Finanzstrategie. Der Schritt erscheint angesichts der schwer vorhersehbaren Marktbedingungen und deren potenziellen Einfluss auf die Verschuldung des Konzerns und die damit verbundenen Finanzierungskosten als geboten.

Der Verwaltungsrat empfahl, im Lichte dieser Entwicklungen das Vermögen des Unternehmens zu schonen, indem es sich auf die Stabilisierung der Liquiditätsreserven und die Reduktion der Schuldenquote konzentriert. Diese finanziellen Maßnahmen sollen Aroundtown helfen, durch einen stürmischen Wirtschaftszeitraum zu navigieren.

Der Immobiliensektor als Ganzes steht derzeit unter Druck, bedingt durch die steigende Inflation und die Zunahme der Zinssätze, welche den langjährigen Boom der deutschen Immobilienpreise abrupt beendet haben. Diese Entwicklungen haben auch beim Geschäft von Aroundtown ihre Spuren hinterlassen: So verzeichnete das Unternehmen nach den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von beinahe 1,4 Milliarden Euro – ein deutlicher Rückschlag verglichen mit dem Vorjahresgewinn von etwa 578 Millionen Euro. Ein Großteil des Fehlbetrags fiel bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2023 an.

Die Ankündigung von Grand City Properties, einer Tochtergesellschaft von Aroundtown, bereits vor zwei Wochen, in diesem Jahr keine Dividende auszahlen zu wollen, spiegelt die gleiche vorsichtige Haltung wider. Die Reaktion der Anleger auf die Nachrichten von Aroundtown fiel entsprechend aus: Auf der Handelsplattform Tradegate sank der Kurs der Aktien um fast zwei Prozent und zeigte eindeutig die Enttäuschung der Investoren.