13. April, 2024

Wirtschaft

Armut und Inflation – Paritätischer Wohlfahrtsverband legt aktuellen Bericht vor

Armut und Inflation – Paritätischer Wohlfahrtsverband legt aktuellen Bericht vor

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat neue Erkenntnisse zur Armut in Deutschland präsentiert, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen der steigenden Inflation gerichtet wurde. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider hat die Untersuchungsergebnisse in Berlin veröffentlicht, die ein Schlaglicht auf die wirtschaftlichen Belastungen insbesondere für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen werfen.

In den vergangenen Jahren hat die Inflation in Deutschland zunehmend an Fahrt aufgenommen und sorgt damit für verschärfte Lebensbedingungen in allen gesellschaftlichen Schichten, insbesondere aber bei Menschen mit geringen Einkünften. Das Statistische Bundesamt offenbart, dass die gestiegenen Verbraucherpreise die Gehaltsentwicklungen des letzten Jahres nahezu zunichte gemacht haben, wodurch gerade Geringverdiener eine erhebliche finanzielle Belastung erleiden. Hohe Kostenpunkte wie Mieten und Lebensmittel fordern einen immer größeren werdenden Anteil des ohnehin knappen Budgets.

Es gibt jedoch auch Anzeichen für eine Entspannung: Namhafte Wirtschaftsinstitute prognostizieren für das laufende Jahr eine Verringerung der Inflation. Die Teuerungsrate ist im Januar bereits auf 2,9 Prozent gefallen, den tiefsten Stand seit Juni des Vorjahres, als eine Inflationsrate von 2,4 Prozent verzeichnet wurde. Trotz des Auslaufens staatlicher Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa Preisbremsen, war Energie zu Beginn des Jahres günstiger als im Vorjahreszeitraum.

Ein Element der Analyse und des Diskurses, den der Paritätische Wohlfahrtsverband kontinuierlich anregt, ist die andauernde Sensibilisierung für die finanzielle und soziale Ausgangslage von Armutsbetroffenen, die durch den rasanten Anstieg der Lebenshaltungskosten vor neue Herausforderungen gestellt werden.