19. Mai, 2024

KI

Arm Aktie schwächelt trotz Umsatzsprung in unsicheren AI-Ausgabenzukunft

Arm Aktie schwächelt trotz Umsatzsprung in unsicheren AI-Ausgabenzukunft

Im Universum der Chiphersteller sorgte die britische Designschmiede Arm für aufgeregtes Getuschel: Trotz eines beeindruckenden Umsatzwachstums im vierten Quartal um 47 Prozent auf 928 Millionen Dollar, was dazu führte, dass die Firma erstmals die Drei-Milliarden-Dollar-Umsatzschwelle überschritt, trübten verhaltene Prognosen für das kommende Jahr die Stimmung unter den Investoren. Die Aktien des Unternehmens litten nachbörslich unter einem Kursrückgang von etwa 8 Prozent, als Befürchtungen aufkamen, dass die Ausgaben von Technologieunternehmen für Hardware im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) zurückgehen könnten.

Von einer Flut des KI-Investitionsbooms getragen, seit der Listung am Nasdaq im September, rechnete Arm für das bis März 2025 andauernde Geschäftsjahr mit Einnahmen von 3,8 bis 4,1 Milliarden Dollar. Marktanalysten hatten indes einen Wertumfang von 4,01 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die Arm-Aktie, deren Wert seit dem als Blockbuster titulierten Börsengang – mit einem Wert von 65 Milliarden Dollar, der größte in den USA seit fast zwei Jahren – auf Gipfel von rund 117 Milliarden Dollar im Februar anstieg, sah ihren Marktwert vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse noch bei 109 Milliarden Dollar.

CEO Rene Haas kommentierte, dass angesichts der zunehmend umfangreicheren und intelligenteren KI-Softwaremodelle, namentlich ChatGPT von OpenAI und Llama von Meta, ein steigender Bedarf an leistungsstärkerer und effizienterer Rechenkapazität entstehe, der nur mit Arm's Technologie realisiert werden könne.

Wachsender Lizenzzuwachs durch die V9-Chipdesigns, die in Smartphones, Datenzentren und KI-Chips Verwendung finden und von Unternehmen wie Nvidia und Amazon zur Ausführung großer Sprachmodelle genutzt werden, stärken die Umsätze weiter. Über Lizenzen für Chipdesigns, für die dann Hersteller bei jeder ausgelieferten Einheit Gebühren zahlen, sammelte Arm im Quartal besagte Royaleinnahmen in Höhe von 37 Prozent auf 514 Millionen Dollar. Bereits jetzt machen mit der V9-Technologie basierte Chips ein Fünftel der Royalteeinnahmen aus, gegenüber 15 Prozent im Quartal davor.

Nach der sprunghaften Nachfrage nach neuen KI-Anwendungen im Februar korrigierte Arm die Umsatzprognosen für das laufende Quartal nach oben. Gleichzeitig erlebten Aktien von AI-Chipproduzenten wie Nvidia und AMD dieses Jahr eine Rallye, insbesondere als technologiebesessene Unternehmen ihre Pläne bekräftigten, in die KI-Infrastruktur weiterhin stark zu investieren, und so ihre Kapitalausgabenprognosen für 2024 um Milliardenbeträge anhoben.