19. Mai, 2024

Technologie

Apple kreiert Visionen statt Konfusion: Der Etatmäßige Marketingkommunikationschef des Technikgiganten, Tor Myhren, räumt Fehler bei iPad-Spot ein

Apple kreiert Visionen statt Konfusion: Der Etatmäßige Marketingkommunikationschef des Technikgiganten, Tor Myhren, räumt Fehler bei iPad-Spot ein

In einem seltenen Anerkenntnis des Irrens hat Tor Myhren, Vizepräsident von Apples Marketingkommunikation, Fehler bezüglich eines kürzlich lancierten Werbespots für das neue iPad eingeräumt. Die Werbebotschaft sollte die Vielfalt der kreativen Verwendungsmöglichkeiten des iPad Pro feiern, traf jedoch bei Künstlern und Designern auf Missmut. Die Darstellung, in der ein Kompressor symbolisch Kunst- und Musikinstrumente plattwalzte, sei missverständlich gewesen und habe Bedenken hinsichtlich der Ersetzbarkeit von Künstlern durch technologische Entwicklungen – insbesondere in Zeiten generativer künstlicher Intelligenz – genährt. Myhren betonte, dass es für Apple stets von höchster Bedeutung sei, Kreativschaffende weltweit zu befähigen und die Videoausstrahlung nicht fortgesetzt werde.

Der umstrittene Werbefilm 'Crush' sollte ursprünglich die Leistungsfähigkeit des ultradünnen iPad Pro illustrieren, das eine breite Palette von Aktivitäten ermöglicht, für die zuvor unterschiedliche Werkzeuge nötig waren. Trotz des innovativen Anspruchs, den auch der CEO Tim Cook in einem Post hervorhob, verkannte die Kampagne die emotionale Verbindung zwischen Künstlern und ihren Werkzeugen.

Die Entschuldigungsnotiz reiht sich ein in eine Serie von seltenen Entschuldigungen Apples für zurückliegende Produkt- und Marketingfehltritte. Eine bemerkenswerte Ausnahme stellte 2012 der damalige CEO Tim Cook dar, als er die Mängel der neu eingeführten Karten-App öffentlich bedauerte. Diese Episode zeigte deutlich eine Wende in der Kommunikationspolitik von Apple, das zuvor unter Steve Jobs bekannt dafür war, standhaft zu seinen Produkten zu stehen – selbst bei Antennenproblemen des iPhones, die Anrufabbrüche verursachten.

In der Folge des aktuellen Vorfalls hat Apple prompt auf die Stimmen aus der Kreativgemeinschaft reagiert, ein Zeichen des Respekts gegenüber den langjährigen Nutzern ihrer Produkte. Der Vorfall unterstreicht einmal mehr, dass in der blühenden Ära der Technologie die Balance zwischen innovativer Werbung und der Würdigung etablierter Künste eine Gratwanderung bleibt.