18. Juli, 2024

Wirtschaft

Anhaltender Warnstreik im Hamburger Hafen: Containerumschlag steht still

Anhaltender Warnstreik im Hamburger Hafen: Containerumschlag steht still

Im Hamburger Hafen setzen die Beschäftigten der Seehafenbetriebe den begonnenen zweitägigen Warnstreik fort. „Es geht so weiter, wie wir angefangen haben. Der Containerumschlag steht“, erläuterte André Kretschmar, Verdi-Fachbereichsleiter für die maritime Wirtschaft, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Am Vormittag soll zusätzlich eine Kundgebung beim Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) den Forderungen der Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter Nachdruck verleihen.

Die Gewerkschaft rechnet eigenen Angaben zufolge mit etwa 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Darauf folge ein Demonstrationszug, der an der Zentrale des Hafenlogistikers HHLA vorbei bis zum Gewerkschaftshaus führen soll. Der Warnstreik, der am Dienstagmorgen begann, betrifft auch Häfen in Niedersachsen und Bremen. Die vierte Verhandlungsrunde im Tarifstreit ist für Donnerstag und Freitag in Bremen angesetzt.

Verdi fordert für die Beschäftigten bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten unter anderem eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro rückwirkend zum 1. Juni sowie eine entsprechende Anhebung der Schichtzuschläge. Der ZDS hatte zuletzt zum 1. Juni eine Lohnerhöhung um 2,9 Prozent, mindestens aber 80 Cent mehr pro Stunde angeboten. Die Schichtzuschläge sollten laut ZDS zwischen 33 Cent und 3,50 Euro steigen.

Bereits Mitte Juni gab es in mehreren norddeutschen Häfen Warnstreiks, darunter in Hamburg, Brake und Emden. Damals blockierten Hafenarbeiter auch die zentralen Zu- und Ausfahrten an den Terminals in Bremerhaven, wobei nur eine Notbesetzung tätig war. Laut Verdi waren an diesen Aktionen mehr als 1.000 Mitarbeiter beteiligt.