18. Juli, 2024

Politik

Angehörige der Terror-Opfer verklagen Drittstaaten auf Entschädigung

Angehörige der Terror-Opfer verklagen Drittstaaten auf Entschädigung

Angehörige der Opfer des verheerenden Hamas-Angriffs auf Israel im vergangenen Oktober haben in den USA Klage gegen mehrere Drittstaaten eingereicht. Konkret werden Iran, Syrien und Nordkorea beschuldigt, die islamistische Terrororganisation Hamas durch Waffenlieferungen, finanzielle Mittel und Ausbildung unterstützt zu haben, wodurch das Massaker mit Hunderten Toten erst möglich wurde. Die Klage wurde am Montag von der Menschenrechtsorganisation Anti-Defamation League vor einem Bundesgericht in Washington im Namen von 125 Betroffenen und deren Familien eingereicht.

Die Kläger fordern eine Entschädigung von mindestens vier Milliarden US-Dollar (ca. 3,7 Milliarden Euro) für die Entführung und Ermordung ihrer Angehörigen. "Wir wollen Gerechtigkeit für unsere und andere Familien, die Opfer dieser schrecklichen Tat wurden. Deshalb haben wir uns der Zivilklage angeschlossen", erklärte Nahar Neta, dessen Mutter bei dem Angriff getötet wurde.

Sollte dem Anliegen der Familien stattgegeben werden, könnten sie aus einem speziellen Fonds für Terroropfer entschädigt werden. Diese Gelder stammen aus beschlagnahmtem Vermögen und Strafzahlungen unter anderem von Unternehmen, die illegale Geschäfte mit sanktionierten Staatsgebieten tätigten, welche als Unterstützer von Terrorismus gelten.

Am 7. Oktober hatten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen den schwersten Angriff seit der Gründung Israels verübt. Dabei wurden mehr als 1200 Menschen getötet und über 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.