25. Februar, 2024

Märkte

Ambitionierter Abschluss: Weimer visiert überlegenes Ergebnis an

Ambitionierter Abschluss: Weimer visiert überlegenes Ergebnis an

Inmitten erwartungsvoller Kapitalmarkt-Aufbrüche verkündet Theodor Weimer, Noch-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, im Finale seines Mandats einen ehrgeizigen Ausblick. Die Deutsche Börse stehe, so Weimer in heimischen Gefilden des Dax-Unternehmens in Eschborn, für eine Ära des konstanten Wachstums und der Erfolge gewappnet. Dieser positive Tenor fängt das Echo der erst kürzlich publizierten Spitzenbilanz des Jahres 2023 ein.

Getragen von anziehenden Zinssätzen, strategischen Akquisitionen und nicht zuletzt lebhaften Marktaktivitäten hat der Frankfurter Börsenbetreiber im abgelaufenen Jahr Gewinnmargen erzielt, die historische Bestmarken setzen. Der Aktienkurs erstrahlt im Licht der finanzstarken Performance, sich als einer der Top-Gewinner unter den Leitindizes herauskristallisierend.

Die vorteilhafte Konjunktur aus erhöhten Zinseinnahmen, bereichernde Handelsdynamik und florierendes Geschäft mit Energieprodukten soll nach Unternehmensprognosen auch im aktuellen Jahr eine Fortsetzung finden. Erwartungen sind in besonderem Maße an den jüngst besiegelten Kauf der dänischen Softwareschmiede Simcorp geknüpft. Weimer prognostiziert, dass die anfänglichen Investitionskosten von 3,9 Milliarden Euro durch langfristige Synergieeffekte mehr als ausgeglichen werden.

Der bis dato bedeutsamste Erwerb in der Unternehmensgeschichte der Deutschen Börse dient einer vertieften Erschließung des Datendienstleistungssektors und zielt darauf ab, die Bindung an die Finanzmarktturbulenzen zu lockern. Im Jahresvergleich dokumentieren die Zahlen ein Umsatzplus von 17 Prozent, welches sich auf knapp 5,1 Milliarden Euro beläuft, sowie ein identisches Wachstum bei EBITDA auf rund 2,9 Milliarden Euro. Der Reingewinn verzeichnet eine Steigerung von 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Die Deutsche Börse nimmt für das laufende Geschäftsjahr weitere Erfolge ins Visier: Mehr als 5,6 Milliarden Euro Nettoerlöse und ein operatives Ergebnis über 3,2 Milliarden Euro sind laut Vorstand in Reichweite. Darüber hinaus soll die Dividende um 0,20 Euro auf 3,80 Euro pro Anteilsschein erhöht werden, während auch ein Aktienrückkaufprogramm in Gang gesetzt wurde – das erste nach einer sechsjährigen Pause.

Am Parkett fanden die Enthüllungen des Jahresabschlusses und zukunftsorientierten Prognosen positiven Anklang: Die Aktie der Deutschen Börse näherte sich erneut ihrem Rekordhoch vom Januar, was das Papier als einen der vielversprechendsten Werte im deutschen Aktienindex auszeichnet.

Weimer verzeichnet seit seinem Antritt Anfang 2018 eine beeindruckende Wertsteigerung des Unternehmens um über 90 Prozent. Diese Leistung reiht die Deutsche Börse in die Spitzengruppe des Dax ein. Mit dem Schließen der Bilanzpressekonferenz begeht Weimer seinen letzten Auftritt als Chef – eine finale Bilanz seiner ambitionierten Amtszeit vor seinem Vertragsende am 31. Dezember 2024.