Der neue Chef von Amazon Web Services, Matt Garman, hat ein besonderes Interesse an Startups, das weit über reine Geschäftsbeziehungen hinausgeht. Seit seinem Amtsantritt im Juni sieht Garman in ihnen nicht nur Kunden, sondern auch Partner und sogar die Zukunft von Amazon. „Startups sind die Unternehmen der Zukunft“, sagt Garman in einem Interview mit dem Magazin Fortune. Große Namen wie Pinterest, Netflix und Rivian haben alle als kleine Startups begonnen. Garman nennt noch weitere aufstrebende Unternehmen wie X-energy, deren Wachstum Amazon unterstützen möchte. Das Ziel: Diese Unternehmen sollen auf AWS Technologie aufbauen und dabei gedeihen. Das Programm AWS Activate spielt dabei eine Schlüsselrolle. Alle zehn Minuten schließt sich ein neues Startup dem Programm an, das seit seiner Gründung im Jahr 2013 weltweit 280.000 Firmen unterstützt hat. Über sechs Milliarden Dollar an Cloud-Guthaben wurden bereitgestellt. Beeindruckende 80 Prozent der Einhörner, die bei PitchBook gelistet sind, nutzen AWS. Garman hebt hervor, dass Startups oft an der technologischen Spitze agieren und AWS viel von ihnen lernt. Diese Impulse helfen dabei, die eigenen Dienstleistungen zu verbessern und den gesamten Kundenstamm besser zu bedienen. Der Zeitpunkt seines Amtsantritts ist signifikant, da die steigende Nutzung von KI die Nachfrage nach Rechenleistung enorm erhöht. Die letzte AWS re:Invent-Konferenz in Las Vegas im Dezember bot eine Plattform für spannende Kooperationen mit Startups. Unterstützt von Redpoint, kündigte das Einhorn-Unternehmen Poolside an, seine Modelle auf AWS Bedrock zu integrieren und AWS Trainium-Chips zu nutzen. Jason Warner, CEO von Poolside, betonte die Bedeutung eines zuverlässigen Cloud-Computing-Partners für das Training umfangreicher Modelle. Amit Jain, Gründer von Luma AI, schließt sich dieser Auffassung an und verweist darauf, dass die neuen Anforderungen an Compute-Ressourcen für Videoverarbeitung sehr hoch sind. Die kommende Generation von KI werde maßgeblich die Nachfrage nach Rechenkapazität steigern. Obwohl Garman die wachsenden Kosten für Startups anerkennt, prognostiziert er, dass die Ausgaben sinken werden. Dies würde die Nachfrage wecken und das Ausmaß der KI-Inferenzen um ein Vielfaches erhöhen. Der Fortschritt kleinerer Modelle und innovativer Techniken würde zu einem signifikanten Preisverfall führen.
Technologie
Amazon Web Services: Zukunft der Startups im Blick