14. April, 2024

Politik

Am helllichten Tag: Verletzte bei Messerangriff in Beerschebas Busbahnhof

Am helllichten Tag: Verletzte bei Messerangriff in Beerschebas Busbahnhof

Ein trauriges Zwischenereignis ereilte am Sonntag den Zentralen Busbahnhof in Beerscheba, Israel, als ein Messerangreifer zwei Personen verletzte, bevor er von Sicherheitskräften gestoppt wurde. Laut der offiziellen Mitteilung der israelischen Polizei wurde der Assailant durch gezielte Schüsse neutralisiert. Die verwundeten, darunter ein Armeeoffizier, befinden sich aktuell zur Behandlung in einem nahegelegenen Krankenhaus, wie die Armeesprecher berichten. Ein ziviles Opfer ist ebenfalls zu beklagen, welches mit einer Stichverletzung auf sich aufmerksam machte und als leicht verletzt eingestuft wurde, wie der Rettungsdienst Magen David Adom informierte.

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Attacken, die Israel sowie das besetzte Westjordanland seit zwei Jahren verstärkt heimsuchen. Palästinensische Täter sind oft für diese Gewaltakte verantwortlich, wobei auch einzelne israelische Araber beteiligt waren. Nachdem der Gaza-Krieg vor einem halben Jahr endete, spitzte sich die Sicherheitslage des Landes weiter zu. Insbesondere im Fastenmonat Ramadan eskalierten die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen in den vergangenen Jahren wiederholt.

Medienberichte spekulieren aktuell, dass der Angreifer aus der Beduinenstadt Rahat stamme, welche etwa 20 Kilometer von Beerscheba entfernt liegt. Mitglieder dieser arabischen Minderheit in Israel haben häufig mit sozialer Diskriminierung zu kämpfen. Insgesamt schätzt man die Beduinenbevölkerung in Israel auf 250.000 Menschen. Dabei ereilte die beduinische Gemeinschaft von Rahat bereits im vergangenen Oktober ein schwerer Schlag, als mehrere ihrer Mitglieder in den Gazastreifen entführt und Teil eines Massakers der Hamas wurden. Die Entführten arbeiteten damals in einem Kibbuz in der Nähe des Küstengebiets; einige wurden im Rahmen dieses Angriffs getötet.