25. Februar, 2024

Technologie

Aktien im Fokus einer robusteren Elektronikindustrie in Europa

Aktien im Fokus einer robusteren Elektronikindustrie in Europa

Die gegenwärtige Agenda in europäischen Hauptstädten wie Brüssel und Berlin ist geprägt von einem Bestreben, die Wirtschaft widerstandsfähiger zu gestalten. Ziel ist es, die Fähigkeit zu stärken, sich rasch neuen Bedingungen anzupassen und dabei weniger abhängig zu sein. Die Chipindustrie erhält dabei besondere Aufmerksamkeit, da europäische Regierungen hierfür milliardenschwere Investitionen in neue Fabriken vorsehen. Der klare Auftrag: Die Versorgungssicherheit mit essentiellen Halbleitern in Europa soll unter allen Umständen gewährleistet werden.

Doch ein Schlaglicht auf den breiteren Kontext der Lieferketten zeigt: Die vor- und nachgelagerten Segmente erhalten bei weitem nicht genügend Beachtung. Die Frage des Europäischen Wertschöpfungsanteils bleibt entscheidend. Das Dilemma: Was nützt die Eigenproduktion von Halbleitern, wenn die Chips zur weiteren Verarbeitung dann doch den Kontinent verlassen müssen? Oder wenn Halbleiter verfügbar sind, jedoch an anderer Stelle der Produktion, etwa bei Leiterplatten, Abhängigkeiten bestehen, die vorrangig auf Bezugsquellen in China hindeuten.

Vergleichsweise bescheiden hingegen wirken die Anforderungen der letzten Glieder in der Elektronikfertigung in Europa. Großes Investitionskapital? Fehlanzeige. Es scheint, als wäre bereits viel erreicht, wenn diese Unternehmen nicht länger im globalen Wettbewerb benachteiligt würden. Gerade im Hinblick auf Konkurrenten in Übersee könnten bereits weniger gravierende Maßnahmen eine erhebliche Verbesserung darstellen und dazu beitragen, die europäische Elektronikfertigung auf ein neues Level zu heben.