18. Juli, 2024

Wirtschaft

Airbus sichert sich Milliardenauftrag aus den Philippinen

Airbus sichert sich Milliardenauftrag aus den Philippinen

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat sich eine bedeutende Bestellung aus den Philippinen gesichert. Die dort ansässige Fluggesellschaft Cebu Pacific (CEB) hat eine verbindliche Absichtserklärung zur Abnahme von bis zu 152 Flugzeugen des Typs A321neo unterzeichnet. Der Gesamtwert dieses Auftrags beläuft sich auf 24 Milliarden US-Dollar (ca. 22,3 Milliarden Euro), wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Börsenmitteilung hervorgeht. Die Vereinbarung umfasst dabei feste Bestellungen für 102 A321neo sowie Kaufrechte für weitere 50 Maschinen der A320neo-Familie.

Michael Szucs, der Unternehmenschef von Cebu Pacific, betonte, dass das Flottenwachstum flexibel an die Marktbedingungen angepasst werden könne. Dabei sei es möglich, zwischen den beiden Flugzeugmodellen zu wechseln. Der finale Kaufvertrag soll im dritten Quartal des Jahres abgeschlossen werden. Bekannt ist, dass Flugzeughersteller bei größeren Aufträgen häufig beträchtliche Rabatte auf den Listenpreis gewähren.

Airbus kann sich über prall gefüllte Auftragsbücher freuen, insbesondere weil die Mittelstreckenflugzeuge der A320neo-Familie eine hohe Nachfrage genießen. Der größte Konkurrent, Boeing, steckt hingegen in einer anhaltenden Krise und darf die Produktion seines Konkurrenzmodells 737 Max aufgrund von Zwischenfällen und Qualitätsproblemen nicht weiter ausbauen.

Allerdings kämpft Airbus weiterhin mit Engpässen in den Lieferketten, die seit der Corona-Pandemie bestehen. Zulieferer wie Triebwerksbauer und Sitzhersteller können der hohen Nachfrage kaum gerecht werden. Das Unternehmen musste kürzlich seine Jahresziele für Gewinn und Auslieferungen nach unten korrigieren. Airbus rechnet nun nicht mehr damit, 2024 sein Ziel von rund 800 ausgelieferten Flugzeugen zu erreichen. Stattdessen plant Konzernchef Guillaume Faury, in diesem Jahr lediglich 770 Maschinen an Kunden zu übergeben.