22. April, 2024

Wirtschaft

Acrylglas-Paneele bleiben im Einzelhandel vielerorts erhalten

Acrylglas-Paneele bleiben im Einzelhandel vielerorts erhalten

Obwohl sich die Covid-19-Lage entspannt hat und die meisten offiziellen Schutzmaßnahmen der Vergangenheit angehören, bleiben Acrylglasscheiben an den Kassen vieler Einzelhändler ein fester Bestandteil des Kundenservice. Die dauerhafte Installation dieser Barrieren ist das Ergebnis einer dpa-Umfrage bei einer Reihe von Unternehmen verschiedenster Branchen.

Konzerne wie Rewe und Penny setzen weiterhin auf diesen sogenannten 'Spuckschutz'. Die Schutzvorkehrung habe sich bewährt und genieße sowohl bei Angestellten als auch bei Kunden Akzeptanz, so die Gruppensprecher. Dabei verzeichnet Rewe, dass ungefähr 75 Prozent der eigenen Märkte nach wie vor mit den Scheiben ausgestattet sind. Deutlich wird auch, dass man inzwischen auf andere Maßnahmen, wie Abstandsmarkierungen und Hygieneständer, weitgehend verzichtet.

Aldi Nord berichtet von einer flächendeckenden Ausrüstung aller Kassen in seinen 2200 Filialen mit den Acrylglasscheiben. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Kaufland, wo die Schutzvorrichtungen bis auf wenige Ausnahmen noch immer in Gebrauch sind, mit dem Hinweis, dass sie neben Covid-19 auch generellen Schutz vor Ansteckungen, gerade in der kalten Jahreszeit, bieten. Auch Bauhaus-Baumärkte und die Möbelhäuser von Ikea setzen weiterhin auf die Barrieren und rechtfertigen dies mit dem allgemeinen Schutzbedürfnis von Kunden und Personal.

Allerdings gibt es im Einzelhandel auch gegenläufige Entwicklungen. So hat Lidl begonnen, die Schutzscheiben schrittweise zu entfernen, basierend auf dem Feedback der Mitarbeitenden, während DM die Scheiben zwar abbaut, aber für die potenzielle Wiederverwendung aufbewahrt. Einzelhändler, die nicht genannt werden möchten, weisen darauf hin, dass die Vorkehrung mancherorts von den Beschäftigten als Hindernis empfunden werde, da sie den direkten Kundenkontakt erschwere.

Die Handelsketten Rossmann und Aldi Süd haben sich zu diesem Thema nicht geäußert, und Edeka gibt an, dass die Entscheidung über den Verbleib der Schutzmaßnahme in den Händen der selbstständigen Kaufleute liege.

Nach einem Jahr ohne nennenswerte Test- und Maskenpflichten beschränken sich die Empfehlungen zum Infektionsschutz derzeit überwiegend auf freiwillige Maßnahmen, zu denen nun auch vielerorts die dauerhafte Präsenz von Acrylglas an den Kassen zählt.