Der in jüngster Zeit ins Straucheln geratene Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat einen erheblichen geschäftlichen Triumph erzielt, indem er einen milliardenschweren Vertrag mit dem weltweit anerkannten Automobilhersteller BMW abgeschlossen hat. Im Mittelpunkt dieser weitreichenden Vereinbarung steht die fortlaufende Lieferung und technologische Weiterentwicklung eines hochmodernen Automatikgetriebes, dessen strategischer Wert für beide Unternehmen von überaus großer Bedeutung ist. Laut eines Unternehmenssprechers stellt dieser Deal den größten Einzelauftrag für die Division E von ZF seit dem Jahr 2019 dar und ist testamentarisch für die Fähigkeit des Unternehmens, sich am Markt zu behaupten.
Dieser Erfolg kommt zu einer kritischen Zeit für ZF, da das Unternehmen derzeit ein umfassendes Restrukturierungsprogramm durchläuft, um sich den Herausforderungen der globalen Automobilindustrie anzupassen. Besonders die Kernsparte, welche sich auf die Entwicklung und Fertigung von elektrischen, hybriden und herkömmlichen Verbrennungsmotoren konzentriert, erfährt durch diesen Vertragszuwachs neuen Auftrieb. Diese positive Nachricht ändert jedoch nichts an der Dringlichkeit der bevorstehenden organisatorischen Anpassungen, insbesondere des geplanten Stellenabbaus in Deutschland, der bis zum Jahr 2028 bis zu 14.000 Arbeitsplätze betreffen könnte.
Die finanziellen Schwierigkeiten, mit denen ZF konfrontiert ist, resultieren größtenteils aus erheblichen Nettoverbindlichkeiten, die aus vergangenen Übernahmen herrühren, sowie einer schwächelnden Auftragslage innerhalb der Automobilbranche. Infolge dieser Herausforderungen hat das Unternehmen bereits eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen abgebaut und musste die Arbeitszeiten weiterer Mitarbeiter reduzieren. ZF, das weltweit operiert und an 161 Standorten in 30 Ländern rund 161.600 Mitarbeiter beschäftigt, erreichte im Jahr 2024 einen Umsatz von zirka 41,4 Milliarden Euro. Die Vorstellung der Finanzkennzahlen für das Jahr 2025 ist für den 19. März vorgesehen, und es wird mit großem Interesse erwartet, welche Fortschritte das Unternehmen im Hinblick auf seine strategischen Ziele gemacht hat.