Die Erwartungen der deutschen Finanzexperten haben sich im Dezember überraschend aufgehellt, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) angekündigt hat. Das ZEW-Stimmungsbarometer kletterte um 8,3 Punkte auf 15,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit August. Diese Entwicklung kam trotz erwarter Rückgänge, die von Analysten auf 6,9 Punkte geschätzt wurden.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für den Optimismus ist die Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen in Deutschland, die Hoffnungen auf eine investitionsfreundliche Wirtschaftspolitik schüren. Darüber hinaus wecken mögliche weitere Zinssenkungen positive Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung. Achim Wambach, Präsident des ZEW, hob hervor, dass viele Befragte von einer stabilen oder gar sinkenden Inflationsrate im Euroraum ausgehen.
Dennoch bleibt die Einschätzung der gegenwärtigen Konjunkturlage angespannt. Der entsprechende Bewertungswert sank im Dezember weiter auf minus 93,1 Punkte. Hier hatten Ökonomen einen etwas geringeren Rückgang auf minus 92,6 Punkte erwartet. Es zeigt sich, dass während die Zukunftsaussichten Aufhellung bieten, die aktuelle Wirtschaftssituation noch herausfordernd bleibt.