02. Mai, 2026

Wirtschaft

Zeiss und die Herausforderungen der geopolitischen Turbulenzen

Zeiss und die Herausforderungen der geopolitischen Turbulenzen

Das renommierte Technologieunternehmen Zeiss hat mit einer Verlangsamung seiner Geschäfte zu kämpfen, die sowohl auf geopolitische Konflikte als auch auf ein schwaches Konsumklima zurückzuführen ist. Wie Konzernchef Karl Lamprecht betonte, entwickelt sich das Geschäftsumfeld zunehmend schwierig. Dennoch bleibt das Unternehmen breit genug aufgestellt, um trotz der Herausforderungen 'verhalten positiv' zu sein.

Bereits im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Elektronik- und Optikkonzern die Widrigkeiten spüren. Der Umsatz verzeichnete zwar einen Anstieg von 8 Prozent auf fast 11 Milliarden Euro, doch das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf gut 1,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis sank ebenfalls signifikant von nahezu 1,3 Milliarden auf gut 1,0 Milliarden Euro.

In Anbetracht der zunehmenden geopolitischen Spannungen und der schwächeren globalen Wirtschaftslage geht Zeiss davon aus, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen wird. Die operative Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird auf 11 Prozent geschätzt.

Trotz der widrigen Umstände plant Zeiss weitere umfangreiche Investitionen, die mittelgroße dreistellige Millionenbeträge umfassen. Der Konzern, mit fast 46.500 Beschäftigten, bietet Mess- und Medizintechnik sowie Mikroskopielösungen an. Die börsennotierte Medizintechniktochter Carl Zeiss Meditec spiegelt die Innovationskraft des Unternehmens wider.

Die ambitionierten Investitionspläne sehen vor, rund 3,5 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren in Infrastrukturprojekte zu stecken. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Ausbau der Standorte in Deutschland, wie beispielsweise in Oberkochen und dem neuen Standort in Aalen-Ebnat.