14. März, 2026

Märkte

Wohnimmobilienpreise sinken weiter - Preisverfall hält an

Wohnimmobilienpreise sinken weiter - Preisverfall hält an

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im dritten Quartal weiter gesunken. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die heute um 8.00 Uhr veröffentlicht wurden. Die Daten bestätigen den anhaltenden Preisverfall am Immobilienmarkt und zeigen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken haben sich die Wohnimmobilien im dritten Quartal im Durchschnitt um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbilligt. Im Vergleich zum zweiten Quartal beträgt der Rückgang 1,7 Prozent. Damit setzt sich der negative Trend fort, denn es handelt sich bereits um das fünfte Quartal in Folge mit Preisrückgängen. Bereits im zweiten Quartal wurden kräftige Preisabschläge festgestellt. Die Wohnimmobilien verbilligten sich dabei im Schnitt um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal - dies war der größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000. Im Vergleich zum Vorquartal fiel das Minus mit 1,5 Prozent jedoch relativ gering aus. Als Hauptgrund für den Preisverfall am Immobilienmarkt gelten die stark gestiegenen Zinsen, welche die Kredite erheblich verteuert haben. Viele Menschen können sich die eigene Immobilie nicht mehr leisten oder entscheiden sich gegen einen Kauf. Dies hat dazu geführt, dass das Neugeschäft der Banken mit Immobilienkrediten stark eingebrochen ist. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch, nicht zuletzt aufgrund der hohen Zuwanderung. Allerdings stockt der Neubau aufgrund des Zinsanstieges und teurer Materialien. Verbände der Wohn- und Bauwirtschaft gehen davon aus, dass im Jahr 2023 nur noch etwa 245.000 Wohnungen fertiggestellt werden, was deutlich weniger ist als im Vorjahr (gut 295.000). Immer mehr Unternehmen im Wohnungsbau klagen laut dem Ifo-Institut über Auftragsmangel.