In der südostukrainischen Region Saporischschja ist es trotz schwerer russischer Drohnenangriffe in der Nacht gelungen, die Stromversorgung weitgehend zu stabilisieren. Insgesamt sind etwa 382.500 Haushalte und Unternehmen von den Auswirkungen betroffen. Andrij Stasewskyj, der Direktor des regionalen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, gab bekannt, dass durch rasche und gezielte Reparaturmaßnahmen die Stromversorgung bis zum Morgen vollständig wiederhergestellt werden konnte. Besonders kritisch war die Lage um 2 Uhr in den frühen Morgenstunden, als die Stromzufuhr in der gesamten Region komplett ausfiel. Dank des entschlossenen und engagierten Einsatzes der Reparaturteams des Energieversorgers konnte ein umfassender Stromausfall letztlich verhindert werden.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe startete Russland in der fraglichen Nacht insgesamt 154 Kampfdrohnen. Trotz der Abwehrbemühungen konnten 125 dieser Drohnen erfolgreich abgefangen werden, doch mehr als 20 Drohnen erreichten ihr Ziel und verursachten erheblichen Schaden, was die bereits angespannte Lage zusätzlich verschärfte.
Diese Angriffe auf die Energieinfrastruktur sind Teil eines fortdauernden Konflikts, der die Ukraine seit fast vier Jahren in Mitleidenschaft zieht. Seit Kriegsbeginn wird die ukrainische Energieversorgung systematisch attackiert, was das Stromnetz zunehmend instabil macht. Die ohnehin schon schwierige Situation wird durch die derzeit herrschenden frostigen Temperaturen verschlimmert und stellt für viele Ukrainer eine ernsthafte Bedrohung dar.
Die anhaltenden Angriffe auf die kritische Infrastruktur erschweren das tägliche Leben beträchtlich und zwingen Energieversorger sowie die ukrainische Regierung dazu, immense Anstrengungen zu unternehmen, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Diese jüngsten Ereignisse verdeutlichen die Notwendigkeit internationaler Unterstützung, um die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Energieinfrastruktur zu stärken und langfristige Lösungen für eine stabile Stromversorgung zu entwickeln.