Die Bahnpendler zwischen Göttingen und Kassel können ab Ende Mai aufatmen: Die Deutsche Bahn kündigte an, dass die umfangreichen Instandsetzungsarbeiten im Rauhebergtunnel abgeschlossen werden und die reguläre Zugverbindung durch den Tunnel ab dem 26. Mai wiederaufgenommen wird. Hierdurch werden die zuvor aufgetretenen Verspätungen auf diversen Strecken verringert.
Die Erneuerungsmaßnahmen, die bereits seit Dezember letzten Jahres im Gange sind, umfassen unter anderem den Austausch von Gleisen und Schotterbett auf einer Strecke von 300 Metern innerhalb des Tunnels, der insgesamt eine Länge von über fünf Kilometern aufweist. Wassereintritt in den Tunnelbereich hatte zuvor immer wieder Instandhaltungsmaßnahmen notwendig gemacht. Witterungsbedingungen wie starker Regen und erhöhte Grundwasserstände hatten zudem zu Arbeitsverzögerungen geführt.
Allerdings steht bereits die nächste Bauphase bevor: Unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten im Rauhebergtunnel beginnt eine weitere Sperrung auf dem Hochgeschwindigkeitstrakt zwischen Kassel und Fulda. Die Fahrbahn soll durch Schleifen der Schienen und Nachstopfen des Schotters verbessert werden. Infolgedessen kommt es zu Umleitungen, durch die sich die Reisezeit um etwa 30 Minuten verlängern wird. Ab dem 7. Juni wird dann laut Unternehmenssprecherin der Betrieb gemäß dem üblichen Fahrplan fortgeführt.
Dem komplexen Puzzle aus Instandhaltung und Modernisierung des Schienennetzes fügt die Deutsche Bahn damit ein weiteres Teil hinzu, stets bemüht, den Spagat zwischen notwendigen Bauarbeiten und Mobilitätserfordernissen der Reisenden zu bewältigen.