"Wicked" wagt den Sprung von der Bühne auf die große Leinwand und zieht dabei alle Register. Das Filmerlebnis verspricht, sowohl eingefleischte Musicalfans als auch Neulinge gleichermaßen zu begeistern. Diese erfrischende Neuinterpretation von "Der Zauberer von Oz" verleiht der Geschichte der bösen Hexe des Westens, Elphaba Thropp, gespielt von Cynthia Erivo, eine mitfühlende Note. Erivos beeindruckende Performance übertrifft nicht nur die Herausforderung des Gesangs, sondern liefert auch eine tief greifende schauspielerische Leistung.
Ariana Grande glänzt in der Rolle der angehenden Guten Hexe, Glinda, und überrascht mit ihrem komödiantischen Talent. Ihre Darstellung wird begleitet von hochkarätigen Kollegen wie Michelle Yeoh und Jeff Goldblum, die den Film um weitere schillernde Charaktere bereichern. Unter der Regie von Jon M. Chu, bekannt für "Crazy Rich Asians", wird aus der Geschichte ein filmisches Spektakel, das mit beeindruckenden visuellen Effekten und lebendiger Musik überzeugt.
Besonders bemerkenswert ist die Balance zwischen beeindruckender opulenter Inszenierung und emotionalen Details. Die musikalische Darbietung in Kombination mit choreografischen Meisterleistungen bringt eine beachtliche Energie auf die Leinwand. Während die Bühnenkunst nicht überzeichnet, sondern auf eine neue filmische Dimension gehoben wird, bleibt die Kernaussage klar: Respekt für den Außenseiter.
Das Werk, das Universals vorherige musikalische Filmversuche hinter sich lässt, sticht durch seine künstlerische und technologische Exzellenz hervor. Als Erster von zwei Teilen lässt es auf eine Fortsetzung hoffen, während es die Herzen der Zuschauer mit melodischen Ohrwürmern und dem Versprechen auf mehr zurücklässt.