10. Mai, 2026

Wirtschaft

Wetterextreme belasten globale Wirtschaft: Sturmsaison erweist sich als Rekordjahr

Wetterextreme belasten globale Wirtschaft: Sturmsaison erweist sich als Rekordjahr

Die diesjährige Sturmsaison hat mit geschätzten Schäden in Höhe von 133 Milliarden Dollar die höchste Summe seit 2017 erreicht, so eine vorläufige Analyse der Geowissenschaftler des Rückversicherungskonzerns Munich Re. Die Sturmaktivität brachte erhebliche wirtschaftliche Belastungen mit sich, die sowohl den zehnjährigen als auch den dreißigjährigen Durchschnitt bei weitem übertrafen. Vor allem die Hurrikanaktivität im Nordatlantik forderte mit rund 110 Milliarden Dollar den größten Tribut von Nordamerika.

Dabei ist "Hurrikan" eine Bezeichnung für die tropischen Wirbelstürme, die insbesondere bei hohen Meerwassertemperaturen im Nordatlantik entstehen. Diese Saison wurden dort 18 Stürme gezählt, von denen elf die Stärke eines Hurrikans erreichten. Der durchschnittliche Wert liegt bei zwölf Wirbelstürmen. Der Hurrikan "Helene" erwies sich als der zerstörerischste, mit Windgeschwindigkeiten bis zu 225 km/h, über 200 Todesopfern und massiven Schäden in mehreren US-Bundesstaaten, die 56 Milliarden Dollar ausmachten.

Im westlichen Pazifik, wo Taifune in den Sommermonaten häufig vorkommen, waren die Aktivitäten unterdurchschnittlich bei der Anzahl, jedoch verursachten die Stürme mit 22 Milliarden Dollar überdurchschnittliche Schäden. Experten verweisen auf die fortschreitende globale Erwärmung als verstärkenden Faktor für diese extremen Wetterereignisse. Die Meerwassertemperaturen im Nordatlantik und Golf von Mexiko lagen während der Saison nahe den Rekordwerten, was zur Verstärkung der Stürme beiträgt.

Munich Re stellte fest, dass die versicherten Schäden nur knapp unter der Hälfte der Gesamtschadenssumme liegen. Trotz der aufgetretenen Zerstörungen, haben die globalen versicherten Schäden aus Naturkatastrophen bereits die Marke von 100 Milliarden Euro in diesem Jahr überschritten. Munich Re als weltgrößter Rückversicherer hebt die Notwendigkeit hervor, die Risiken von Naturkatastrophen aufgrund der sich ändernden klimatischen Bedingungen stetig zu analysieren und abzuschätzen.