In einem bemerkenswerten Schritt der internationalen Zusammenarbeit zeigte sich Polens Außenminister Radoslaw Sikorski offen für die Möglichkeit, Bundeswehrsoldaten in seinem Land zur Sicherung eines Waffenstillstands in der Ukraine zu stationieren. Diese Ankündigung folgte auf Gespräche mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Deutschland, Jean-Noël Barrot und Johann Wadephul, im Rahmen des Weimarer Dreiecks in Paris.
Es ist anzumerken, dass die Präsenz von Bundeswehrsoldaten in Polen keineswegs eine Neuheit darstellt, da diese bereits im Rahmen verschiedener Missionen in Polen tätig sind. Außenminister Sikorski erinnerte in diesem Zusammenhang an frühere gemeinsame Übungen in Polen. Bei diesen Manövern kam es sogar zu einem Austausch der militärischen Führungspositionen, bei dem ein deutscher General das Kommando über eine polnische Panzerbrigade übernahm, während ein polnischer General eine deutsche Brigade führte.
Sikorski nutzte die Gelegenheit, um Deutschland ausdrücklich für seine Unterstützung bei der Sicherung des strategisch wichtigen Flughafens in Rzeszow im letzten Jahr zu danken, der für humanitäre und militärische Unterstützung der Ukraine von zentraler Bedeutung war.
Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich am Dienstag ebenfalls zu einer möglichen Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedensmission. Diese würde jedoch nicht direkt in der Ukraine stattfinden, sondern auf Nato-Territorium in der Nähe der ukrainischen Grenze. Merz hob hervor, dass eine solche Mission im Einklang mit den Bemühungen der Nato stehen würde, Frieden und Stabilität in der Region zu gewährleisten.
Bereits jetzt bereiten sich mehrere Länder, darunter besonders Frankreich, auf eine derartige Mission vor, sollte ein Waffenstillstand in der Ukraine erreicht werden. Details zu den operativen Aspekten dieser möglichen Mission würden in den Generalstäben der beteiligten Länder intensiv diskutiert und ausgearbeitet werden, um eine effektive und effiziente Umsetzung sicherzustellen.