02. Mai, 2026

Wirtschaft

Weichenstellung gegen versteckte Zusatzkosten: FTC stärkt Verbraucherschutz

Weichenstellung gegen versteckte Zusatzkosten: FTC stärkt Verbraucherschutz

Die amerikanische Handelsaufsichtsbehörde FTC hat eine neue Regelung durchgesetzt, die Ticketverkäufer, Hotels und Anbieter von Ferienunterkünften dazu verpflichtet, Gesamtpreise inklusive sämtlicher Gebühren vorab anzugeben. Damit wird es untersagt, Zusatzkosten erst im letzten Moment offenzulegen. Diese Regelung markiert einen bedeutenden Schritt in Präsident Joe Bidens Strategie gegen überhöhte Gebühren, die Verbraucher belasten, ohne ersichtliche Vorteile zu bieten. "Wir alle kennen die Überraschung, wenn versteckte Gebühren am Ende des Kaufprozesses auftauchen – diese unauffälligen Kosten schleichen sich auf die Rechnung und lassen die Verbraucher mehr zahlen," erklärte Biden. Die neue Regelung wurde mit einer Mehrheit von 4-1 Stimmen im Vorstand der FTC verabschiedet. Andrew Ferguson, ein republikanisches Mitglied des Vorstands, stimmte dagegen und könnte die Regelung infrage stellen, sobald Donald Trump als Präsident vereidigt wird. Möglicherweise wird das neue Regelwerk erneut geprüft, da die Republikaner künftig auch den Kongress kontrollieren. Dennoch sprach sich die republikanische Kommissarin Melissa Holyoak für die Regel aus. Sie betonte, sie schütze sowohl Verbraucher als auch den Wettbewerb und ermögliche es Unternehmen, weiterhin legale Werbe- und Preissetzungspraktiken auszuführen. Lina Khan, die Vorsitzende der FTC, ermutigt die staatlichen und föderalen Entscheidungsträger, das Verbot unfairer Gebühren weiter zu verstärken. Die FTC schätzt, dass durch die Regel jährlich 53 Millionen Stunden gespart werden könnten, die Verbraucher bislang für die Kostensuche aufwenden mussten. Trotz solcher Fortschritte stoßen die Bemühungen der Biden-Administration auf rechtlichen Widerstand vonseiten der Unternehmen. Eine texanische Gerichtsentscheidung kippte beispielsweise eine Regelung zur Begrenzung von Kreditkartengebühren, während ein Berufungsgericht in New Orleans die Pflicht zur Vorabinformationen über Gepäck- und andere Fluggebühren blockierte. Diese Verfahren sind weiterhin anhängig.