17. Februar, 2026

Technologie

Waymo-Robotaxis am Abgrund der Lächerlichkeit – Tür-Desaster erzwingt Not-Plan

High-Tech trifft auf harte Realität: Die Alphabet-Tochter Waymo scheitert an einer trivialen Alltagshürde. Weil Passagiere die Türen offen lassen und kein Fahrer da ist, müssen nun DoorDash-Kuriere als menschliche Notfall-Helfer einspringen.

Waymo-Robotaxis am Abgrund der Lächerlichkeit – Tür-Desaster erzwingt Not-Plan
Alphabet-Tochter Waymo scheitert an Autotüren. Passagiere lassen Wagen offen stehen – nun müssen Lieferanten für 11,25 Dollar helfen.

Der Traum vom vollautonomen Fahren bekommt tiefe Risse – und die Ursache ist so banal wie bizarr. Während Alphabet Milliarden in die Entwicklung künstlicher Intelligenz pumpt, stolpert die Robotaxi-Tochter Waymo über eine vergessene Kleinigkeit des menschlichen Alltags: die offene Autotür. In der US-Metropole Atlanta hat das Unternehmen nun ein Pilotprojekt gestartet, das wie ein schlechter Scherz der Tech-Branche wirkt.

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Waymo kooperiert ausgerechnet mit dem Essenslieferdienst DoorDash, um ein mechanisches Problem zu lösen, das die KI nicht bewältigen kann. Wenn Fahrgäste nach dem Aussteigen vergessen, die Tür ihres fahrerlosen Taxis zu schließen, strandet das sündhaft teure High-Tech-Gefährt hilflos am Straßenrand. Da kein Mensch am Steuer sitzt, der kurz aussteigen oder nach hinten greifen könnte, bleibt das Robotaxi blockiert – eine logistische Sackgasse.

Die Lösung für dieses Problem ist so archaisch wie kostspielig. Waymo schickt nun menschliche Kuriere los, die sonst Burger und Pizza ausfahren, um die Türen der Luxus-Stromer händisch zuzuschlagen. Es ist eine Offenbarungseid für ein Unternehmen, das angetreten ist, den Menschen hinter dem Lenkrad komplett überflüssig zu machen. Stattdessen werden nun „Tür-Schließ-Söldner“ per App dirigiert.

Digitale Kapitulation vor der Mechanik kostet 11,25 Dollar pro Handgriff

Ein Screenshot eines DoorDash-Kuriers, der im Netz für hämisches Gelächter sorgt, belegt die Verzweiflung der Google-Mutter. Für die stolze Summe von 11,25 US-Dollar (rund 9,50 Euro) werden die Lieferanten angewiesen, zu einem festsitzenden Waymo-Fahrzeug zu eilen und die Tür zu schließen. Was als „seltene Fälle“ abgetan wird, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als systemisches Versagen einer ganzen Fahrzeuggeneration.

Aktuell setzt Waymo auf umgebaute Modelle des Elektro-Jaguars I-Pace. Das Problem: Diese Fahrzeuge verfügen über klassische Schwenktüren ohne elektrischen Schließmechanismus. In einer Welt ohne Fahrer wird die vergessene Tür zum unüberwindbaren Hindernis. Dass Alphabet nun Lieferboten als „menschliche Ersatzteile“ in sein hochglanzpoliertes Mobilitätskonzept integrieren muss, kratzt massiv am Image des Technologieführers.

Besonders skurril wirken die bisherigen Versuche von Waymo, das Problem technisch zu lösen. Berichten zufolge experimentierten die Ingenieure sogar damit, die Türen durch ruckartiges Anfahren oder abruptes Bremsen zuzuschlagen. Dass diese rabiaten Methoden offenbar nicht den gewünschten Erfolg brachten oder das Material zu sehr strapazierten, führte letztlich zum aktuellen DoorDash-Abkommen.

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Massiver Expansionsdrang trifft auf peinliche Designfehler der Jaguar-Flotte

Die Relevanz dieses Problems wächst mit jedem neuen Standort. Waymo expandiert aggressiv und absolviert mittlerweile über 400.000 bezahlte Fahrten pro Woche – verteilt auf sechs US-Städte und das Silicon Valley. Bei diesem Volumen statistisch gesehen unvermeidlich, dass hunderte Türen pro Woche offen stehen bleiben. Jedes Mal bedeutet dies einen Totalausfall des Fahrzeugs, bis Hilfe eintrifft.

In der Tech-Szene wird das Pilotprojekt in Atlanta bereits als „analoges Pflaster für digitale Wunden“ verspottet. Es zeigt schonungslos auf, dass die vollständige Autonomie ohne Berücksichtigung trivialer physischer Interaktionen zum Scheitern verurteilt ist. Waymo räumt indirekt ein, dass die Wahl des Jaguar I-Pace ein strategischer Fehlgriff war, da dieser nicht für den fahrerlosen Betrieb optimiert wurde.

Die nächste Generation der Robotaxis soll diesen Makel nun ausbügeln. Geplant sind Fahrzeuge mit elektrisch steuerbaren Schiebetüren, wie sie Waymo bereits bei den früheren Chrysler-Pacifica-Modellen einsetzte. Doch bis diese Flotte flächendeckend einsatzbereit ist, bleibt Alphabet auf die Dienste der DoorDash-Kuriere angewiesen – ein teures und image-schädigendes Unterfangen.

Alphabet-Aktie unter Druck durch die Absurdität der menschlichen Hilfssheriffs

An der Börse löste die Nachricht keine Begeisterungsstürme aus. Die Alphabet-Aktie verlor am Freitag an der NASDAQ über ein Prozent an Wert. Investoren stellen sich zunehmend die Frage, wie viele solcher versteckten Kostenfaktoren und mechanischen Fehlplanungen noch in den Bilanzen der Robotaxi-Sparte schlummern. Die Vision der hocheffizienten, rein digitalen Flotte bekommt durch die 11,25-Dollar-Türschließer einen unangenehmen Beigeschmack.

Es ist eine bittere Pille für die Google-Tochter, dass ausgerechnet die menschliche Unzuverlässigkeit – das einfache Nicht-Zuschlagen einer Tür – die Milliarden-Technik mattsetzt. Das Pilotprojekt in Atlanta mag zwar funktional sein, doch es bleibt ein Denkmal für die mangelnde Weitsicht der Entwickler. Die Robotik-Elite wird hier von der Realität der Straße vorgeführt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die totale Automatisierung immer noch ein Wesen braucht, das im Zweifelsfall mit der Hand zupackt. Dass Alphabet dafür nun Kuriere bezahlen muss, die eigentlich für Konkurrenten wie DoorDash unterwegs sind, setzt der Ironie der Geschichte die Krone auf.

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