In einer klaren Positionierung verurteilt die US-Regierung kürzlich erfolgte Cyber-Attacken, die von russischer Seite ausgingen und unter anderem die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) trafen. In einer offiziellen Erklärung des US-Außenministeriums wird der Hackergruppe APT28 die Verantwortung für gezielte und schädliche digitale Angriffe zugeschrieben, die einer deutschen politischen Partei galten. Die Aktionen Russlands, so die Kritik aus Washington, widersprächen gravierend den internationalen Normen verantwortungsvollen staatlichen Handelns im digitalen Raum. Von Seiten der USA wird an Russland appelliert, die feindlichen Aktionen zu beenden und sich an internationale Abkommen und Pflichten zu halten.
Diese Reaktion der US-Regierung folgt auf Berichte über diverse Cyberattacken, von denen neben der SPD auch deutsche Unternehmen aus Schlüsselbranchen wie Logistik, Rüstung sowie Luft- und Raumfahrt betroffen sind. Die Attacken werden einer Abteilung des russischen Militärgeheimdienstes zugeschrieben, wie die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock kürzlich erläuterte. Ihrer Aussage nach sei Deutschland Ziel russischer Cyberangriffe im internationalen Cyberspace geworden, ein Umstand, den sie während ihres Besuchs in Australien zum Thema machte.
Des Weiteren hebt die US-Administration hervor, dass bereits juristische Schritte gegen Einzelpersonen, die der Gruppe APT28 zuzurechnen sind, eingeleitet wurden. Dazu gehören die Erhebung von Anklagen und das Verhängen von Sanktionen wegen der Beteiligung an einer Vielzahl bösartiger Cyberaktivitäten. Darunter fielen auch Versuche, auf die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten im Jahr 2016 Einfluss zu nehmen. Das Vorgehen der US-Behörden unterstreicht die Zusammenarbeit mit deutschen Instanzen, um der Bedrohung durch APT28 wirksam zu begegnen.