Warren Buffett hat Apple einst als „wahrscheinlich das beste Geschäft, das ich kenne“, bezeichnet. Kein Wunder, dass dieser Technologiegigant seit Jahren die Kronjuwel im Portfolio von Berkshire Hathaway darstellt. Doch in letzter Zeit scheint Buffett einen Strategiewechsel vorgenommen zu haben. Zum vierten Mal in Folge hat er im vergangenen Quartal seine Beteiligung an Apple reduziert.
Diese Entscheidung hat das Gesamtbild von Berkshires Portfolio bemerkenswert verändert. Apple behält zwar den Spitzenplatz, verkörpert jedoch einen kleineren Anteil als zuvor. Anleger fragen sich, welche Erkenntnisse aus Buffetts jüngsten Schritten zu gewinnen sind.
Apples Gewichtung im Portfolio von Berkshire beträgt nun weniger als ein Viertel. Im Vergleich dazu machte der Technologieriese vor einem Jahr fast die Hälfte des Portfolios aus. Während damals vier Aktien – darunter auch Apple, American Express, Bank of America und Coca-Cola – 71 % der gesamten Investments ausmachten, sind es heute noch etwa 59 %. Apples Anteil ist dabei signifikant von fast 49 % auf 23 % gesunken, während American Express mit 15 % die zweitwichtigste Position einnimmt.
Dennoch bedeutet die Reduzierung von Buffetts Apple-Anteilen nicht, dass er schlechte Zukunftsaussichten für das Unternehmen sieht. Mit seiner umsichtigen Strategie ist Buffett bestrebt, die Interessen der Aktionäre zu wahren. Mögliche steuerliche Änderungen könnten ebenfalls den Anstoß gegeben haben, Gewinne zu realisieren. Immerhin hat sich Apples Wert über die Jahre beeindruckend entwickelt und erreicht eine Marktkapitalisierung von 3,5 Billionen Dollar.