30. Januar, 2026

Politik

Warnstreiks führen zu Stillstand im Bremer Nahverkehr: Verdi intensiviert Druck auf Arbeitgeber

Am kommenden Montag steht in Bremen ein weitreichender Warnstreik bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bevor, organisiert durch die Gewerkschaft Verdi. Diese Arbeitsniederlegung wird voraussichtlich zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Personenverkehr führen und möglicherweise den gesamten Nahverkehr der Stadt zum Erliegen bringen. Verdi verfolgt mit diesem Streik das Ziel, im Rahmen des laufenden Tarifkonflikts im kommunalen Nahverkehr weiteren Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben.

Dieser Warnstreik ist Teil einer umfassenderen Streikwelle, die mehrere Bundesländer in Deutschland erfasst hat. In Bremen, jedoch nicht in Niedersachsen, kommt es zu diesen Maßnahmen, da hier die sogenannte Friedenspflicht für rund 5.000 Beschäftigte noch Gültigkeit hat. Diese unterschiedlichen regionalen Rahmenbedingungen führen dazu, dass Niedersachsen von den derzeitigen Streiks verschont bleibt.

Der Anlass der aktuellen Tarifverhandlungen ist der Vorstoß, neue Manteltarifverträge für den kommunalen Nahverkehr auf bundesweiter Ebene zu etablieren. Zentrale Forderungen von Verdi in diesen Verhandlungen betreffen insbesondere die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dazu gehören kürzere Wochenarbeitszeiten, die Verringerung der Schichtdienste, verlängerte Ruhephasen sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenenddienste.

Bereits im letzten Frühjahr hatte es in den benachbarten Bundesländern Niedersachsen und Bremen ähnliche Warnstreiks gegeben. Während jener Streikaktionen wurden die Verkehrsfahrzeuge in ihren Depots zurückgehalten, und sämtliche Fahrten der BSAG kamen zum Erliegen. Diese wiederholten Arbeitskampfmaßnahmen reflektieren das anhaltende Bestreben von Verdi, substanziell bessere Arbeitskonditionen für die Beschäftigten im Nahverkehr durchzusetzen.