Der Finanzinvestor Warburg Pincus hat bekannt gegeben, seinen Anteil an dem Internetdienstleister Ionos weiter zu verkleinern. Im Zuge eines beschleunigten Verfahrens sollen Aktien im Wert von etwa 150 Millionen Euro an institutionelle Investoren veräußert werden. Laut Informationen des Mittwochabends entspricht dies zunächst rund 6,4 Millionen Anteilsscheinen. Später berichtete Bloomberg jedoch unter Berufung auf Angebotsunterlagen, dass die Zahl der zu verkaufenden Aktien auf 10,5 Millionen erhöht wurde. Gebote unter 21,85 Euro sollen demnach nicht berücksichtigt werden. Bereits im September trennte sich Warburg Pincus von einem Teil seiner Beteiligung und hielt anschließend noch 16,2 Prozent an Ionos, was ungefähr 22,7 Millionen Aktien entspricht. Der Kurs der Ionos-Aktie brach im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate um viereinhalb Prozent auf 22,50 Euro ein, verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens belief sich zum Börsenschluss am Mittwoch auf etwa 3,3 Milliarden Euro. Der Einstieg von Warburg Pincus bei Ionos erfolgte im November 2016, als der Investor ein Drittel des Bereichs Business Applications übernahm, der damals noch zur United-Internet-Tochter 1&1 gehörte. Zu Beginn des Jahres 2023 ging Ionos unter eigenem Namen an die Börse.
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Warburg Pincus reduziert Engagement bei Ionos weiter: Millionenverkauf an institutionelle Investoren