18. Mai, 2026

Wirtschaft

Wandel im Kölner Werk: Ford setzt auf Kurzarbeit

Wandel im Kölner Werk: Ford setzt auf Kurzarbeit

Der Automobilhersteller Ford hat an seinem traditionsreichen Standort in Köln Kurzarbeit angekündigt, von der rund 2000 der insgesamt 13.000 Mitarbeiter betroffen sind. Betriebsratschef Benjamin Gruschka informierte über den genauen Ablauf: Am kommenden Montag beginnen die Maßnahmen in der Fahrzeugproduktion, die in einem wechselnden Rhythmus für drei Wochen bis zum geplanten Werksstillstand über die Feiertage andauern werden. Produktionsbeginn ist wieder am 6. Januar.

Bemerkenswerte Änderungen haben das Werk in Köln in den letzten Jahren geprägt. Die Fertigung des beliebten Kleinwagens Fiesta ist eingestellt, während der Standort mit einer Investition von nahezu zwei Milliarden Euro auf Elektrofahrzeuge umgestellt wurde. Modelle wie der Ford Explorer und der Ford Capri, die auf dem europäischen Markt für Furore sorgen sollen, konnten die Absatzhoffnungen bislang jedoch nicht erfüllen.

Vor dem Hintergrund schwacher Verkaufszahlen bei Elektrofahrzeugen mahnt Gruschka eine umfassendere staatliche Unterstützung an, um die Kaufzurückhaltung zu überwinden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Ford in Köln erhebliche Personalabbauten zu verzeichnen, sodass die Mitarbeiterzahl seit 2018 um fast ein Drittel zurückgegangen ist.