12. März, 2026

Wirtschaft

Währung unter Druck: Euro kann Verluste nicht wettmachen

Währung unter Druck: Euro kann Verluste nicht wettmachen

Trotz Bemühungen, Boden gutzumachen, konnte der Euro seine signifikanten Verluste im amerikanischen Markt nicht ausgleichen. Nach den neuesten US-Inflationsdaten, die eine unerwartete Beschleunigung des Preisanstiegs signalisierten, fand sich die europäische Einheitswährung in einer schwierigen Lage wieder. Am Ende des Handelstages notierte der Euro bei 1,0741 US-Dollar, ohne die Verluste des europäischen Handels kompensieren zu können. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0860 Dollar festgelegt, gegenüber 1,0867 Dollar am Vortag. Damit mussten für einen Dollar 0,9208 Euro bezahlt werden, ein leichter Anstieg im Vergleich zu den zuvor notierten 0,9202 Euro.

Die USA verzeichneten eine beunruhigende Zunahme der Inflation: Die Verbraucherpreise stiegen im März im Jahresvergleich um 3,5 Prozent – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Februarwert von 3,2 Prozent und über den allgemeinen Erwartungen der Analysten von 3,4 Prozent. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, drückte es bildhaft aus, indem er meinte, die 'verbliebene Luft' wolle aus dem 'Inflationsballon' einfach nicht entweichen. Er deutet damit an, dass das Ende der Inflationsdynamik noch nicht erreicht ist und dass die abschließenden Schritte auf diesem Weg die komplexesten sein könnten.

Diese Inflationszahlen sind für die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank von erheblicher Tragweite. Die Federal Reserve hat bisher an ihrer Stabilitätspolitik festgehalten, ohne die Leitzinsen in den letzten Monaten zu verändern. Marktbeobachter, die zuvor mit Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf rechneten, könnten nun angesichts der frischen Daten ihre Prognosen überdenken müssen.