18. Januar, 2026

Global

Wahnsinn an der Wall Street: Zündet Trump jetzt die Lunte am Pulverfass der Weltwirtschaft?

Während geopolitische Spannungen global eskalieren, klammern sich Anleger verzweifelt an den KI-Hype – doch die Ruhe vor dem Sturm trügt gewaltig.

Wahnsinn an der Wall Street: Zündet Trump jetzt die Lunte am Pulverfass der Weltwirtschaft?
Tech-Werte boomen dank TSMC, doch der starke Dollar und geopolitische Risiken lasten schwer auf der globalen Wirtschaft.

Die Weltpolitik steht Kopf, aber die Börsenkurse kennen scheinbar nur eine Richtung: nach oben. Internationale Spannungen köcheln gefährlich hoch, doch globale Aktienindizes verharren trotzig in der Nähe ihrer Allzeithochs.

Ein gefährlicher Spagat zeichnet sich ab. US-Präsident Donald Trump droht Venezuela und Grönland mit Übernahmen und Interventionen, während er gegenüber dem Iran vorerst eine abwartende Haltung einnimmt. Investoren ignorieren das Risiko einer plötzlichen Eskalation fast vollständig, was Analysten zunehmend nervös macht.

Die trügerische Ruhe vor dem Feiertagswochenende verführt zu falschen Entscheidungen.

Strategen warnen eindringlich vor Leichtsinn. Michael Brown, Senior Strategist bei Pepperstone, bringt es nüchtern auf den Punkt: Eine Intervention der USA im Nahen Osten ist zwar kurzfristig unwahrscheinlicher geworden, aber keinesfalls vom Tisch.

Wer vor dem dreitägigen Wochenende in den USA – bedingt durch den Martin Luther King Jr. Day – aggressiv auf Risiko setzt oder Öl leerverkauft, spielt mit dem Feuer. Die Marktliquidität trocknet aus, während die geopolitischen Risiken im Hintergrund weiterschwelen.

Der Technologiesektor erlebt durch Taiwan eine unerwartete Wiederauferstehung.

Inmitten des politischen Chaos liefert der Technologiesektor den ersehnten Rettungsanker. Starke Zahlen des Chipherstellers TSMC haben den totgeglaubten KI-Handel reanimiert und Tech-Indizes in Taiwan und Südkorea auf neue Rekordhochs getrieben.

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Ein neues Handelsabkommen zwischen den USA und Taiwan gießt zusätzlich Öl ins Feuer der Beziehung zu China, beflügelt aber kurzfristig die Halbleiterbranche massiv. US-Werte wie Intel und Nvidia profitieren vorbörslich bereits deutlich von diesem künstlichen Optimismus.

Frankreichs politische Lähmung wird zum Bremsklotz für den europäischen Markt.

Während die Wall Street im Tech-Rausch feiert, blickt Europa in den Abgrund. Der französische CAC 40 verliert deutlich an Boden und koppelt sich von der regionalen Performance ab, da die Regierung in Paris Gespräche über den Haushalt 2026 verschieben musste.

Die Unfähigkeit der Gesetzgeber, einen Kompromiss zu finden, verunsichert institutionelle Anleger zutiefst. Der pan-europäische Stoxx 600 kämpft um seine Gewinne und zeigt Risse in der Fassade der europäischen Stabilität, die durch politische Inkompetenz verursacht werden.

Der japanische Yen steht kurz vor einer gewaltsamen Intervention der Notenbanken.

Am Devisenmarkt herrscht Alarmstufe Rot. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama schließt keine Option mehr aus, um die Volatilität zu bekämpfen – inklusive direkter Interventionen gemeinsam mit den Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig gewinnen Spekulationen über eine Zinserhöhung der Bank of Japan bereits im April an Fahrt. Reuters berichtet, dass politische Entscheidungsträger diesen Schritt früher als erwartet sehen, was Leerverkäufer des Yen massiv unter Druck setzt.

Die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen der Fed löst sich in Luft auf.

Der Dollar notiert nahe einem Sechs-Wochen-Hoch, gestützt durch robuste US-Arbeitsmarktdaten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind überraschend gefallen, was der US-Notenbank wenig Spielraum für die von den Märkten ersehnten baldigen Lockerungen lässt.

Der Markt preist nun nur noch eine 20-prozentige Chance auf eine Zinssenkung im März ein – ein brutaler Absturz von den 50 Prozent, die noch vor einem Monat gehandelt wurden. Die Realität holt die Zinsoptimisten nun mit voller Härte ein.

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