Der deutsche Baumaschinenhersteller Wacker Neuson sieht sich mit den Auswirkungen gescheiterter Übernahmeverhandlungen mit dem Mischkonzern Doosan Bobcat konfrontiert, die seine finanziellen Schlussquartalsresultate merklich belastet haben. Insbesondere die im Rahmen dieser Verhandlungen angefallenen Kosten, begleitet von einmaligen Abschreibungen, beeinträchtigten das Jahresergebnis und drückten es unter die von dem Unternehmen ursprünglich definierten Erwartungen. Bemerkenswerterweise zeigte der Aktienkurs dennoch eine Stabilisierung und stieg am Mittwoch im frühen Handel um etwa 0,5 Prozent auf einen Wert von 22,30 Euro.
Gemäß den vorläufigen Berechnungen von Wacker Neuson konnte das Unternehmen sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr um mehr als sieben Prozent auf 132 Millionen Euro steigern. Auch die Gewinnmarge berichtete von einem leichten Wachstum und stieg um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 6,0 Prozent. Dennoch bleibt dieser Wert hinter dem angestrebten Ziel einer Marge von mindestens 6,5 Prozent zurück. Die Differenz ist weitgehend auf Rechts- und Beratungskosten sowie auf Rückstellungen und Abschreibungen innerhalb des letzten Quartals zurückzuführen.
Trotz der oben genannten Herausforderungen erzielte Wacker Neuson einen nahezu stabilen Umsatz von 2,2 Milliarden Euro, ein Ergebnis, das sich im mittleren Bereich der firmeneigenen Prognosespanne befindet. Die geplante Übernahme durch Doosan Bobcat, im Rahmen derer die Südkoreaner 63 Prozent der Anteile von Großaktionären erwerben wollten, scheiterte Anfang des Jahres. Diese Entwicklung führte zunächst zu einem Anstieg des Aktienkurses auf über 26 Euro, der jedoch kurze Zeit später einen spürbaren Rückschlag erfuhr.
Für das kommende Geschäftsjahr zeigt sich Wacker Neuson optimistisch und erwartet positive Einflüsse von Infrastruktur- und Modernisierungsprogrammen innerhalb Europas sowie einer stabilen Nachfrage aus Nordamerika. Der damit einhergehende Umsatzzuwachs wird als moderat eingeschätzt, wobei eine Verbesserung der Ebit-Marge als wahrscheinlich erachtet wird. Die detaillierten Ergebnisse für das Jahr 2025 sowie eine umfassende Prognose für das Jahr 2026 sollen am 26. März 2026 präsentiert werden. Wacker Neuson, ein Unternehmen mit globaler Präsenz, operiert unter den Marken Wacker Neuson, Kramer, Weidemann und Enar, und beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter. Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1848, als die erste Schmiede in Dresden gegründet wurde.