Am Mittwoch erlebten die Aktien der Wacker Chemie AG einen bemerkenswerten Aufschwung, der durch eine optimistische Analyse der renommierten Berenberg Bank beflügelt wurde. Der Kurs der Aktie stieg auf ein neues Hoch von 85,20 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit März 2025. Diese Entwicklung spiegelt einen eindrucksvollen Jahresgewinn von fast 23 Prozent wider.
Berenberg-Analyst Sebastian Bray äußerte sich positiv über die zukünftigen Aussichten der Wacker-Aktien und setzte ein ambitioniertes Kursziel von 96 Euro fest. Dieses Ziel orientiert sich an einem Zwischenhoch, das im Oktober 2024 erreicht wurde. Die optimistischen Erwartungen basieren auf den prognostizierten Preisanstiegen im Silikongeschäft von Wacker sowie auf den strategischen Maßnahmen zur Optimierung des Unternehmens. Insbesondere wurde die Einführung von ChemCast hervorgehoben, einem künstlich intelligenten Analyse-Tool, welches von Berenberg entwickelt wurde. Dieses Tool hat Wacker als den einzigen diversifizierten europäischen Chemiekonzern mit einer positiven Preisdynamik identifiziert.
Ein umfassenderer Blick auf die gesamte Chemiebranche zeigt ebenfalls Anzeichen einer Erholung. Die Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs verabschiedete sich kürzlich von ihrer defensiven Grundhaltung und wechselte zu einer pro-zyklischen Anlagestrategie. Dies deutet auf eine wachsende Zuversicht in der Branche hin. Parallel dazu setzte der Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals seine Erholungsbewegung fort, nachdem er im Dezember ein Dreijahrestief verzeichnet hatte. Diese positiven Entwicklungen lassen auf eine anhaltende Stärkung der Chemieindustrie in Europa schließen.