Eine leichte Verbesserung von 0,2 Prozentpunkten war nicht genug, um Optimismus in Chinas fertigende Industrie zu entfachen. Der neueste Einkaufsmanagerindex (PMI), ein sensibler Frühindikator für wirtschaftliche Entwicklungen, zeichnet einen PMI von 49,2 Punkten aus und bleibt damit unterhalb der 50-Punkte-Schwelle, die Wachstum von Schrumpfung differenziert. Den Verantwortlichen in den Chefetagen großer Produktionsunternehmen mag dieses Ergebnis Sorgenfalten auf die Stirn treiben, reflektiert es doch einen andauernden Zustand der Kontraktion im Sektor. Die Septemberzahlen des vergangenen Jahres hatten mit 50,2 Punkten noch von marginalen Wachstumspotenzialen gezeuget, was jedoch einen Kontext darstellt, den die gegenwärtigen Konjunkturdaten eher düster erscheinen lassen. Seit dem Herbst ist ein schleichender Rückgang zu beobachten, der die Trendwende bis heute ausbleiben lässt. Im Kontrast dazu steht das nicht-produzierende Gewerbe, in dem laut offiziellen Statistiken eine marginale Index-Steigerung von 50,4 auf 50,7 Punkte verzeichnet wurde. Chinas Wirtschaft, global als Nummer Zwei rangierend, kämpft seit geraumer Zeit mit nachlassender Binnenkonjunktur, einer tiefgreifenden Immobilienkrise und einer Außenhandelsbilanz, die die Erwartungen nicht erfüllt. In jüngster Zeit gab es Versuche seitens Peking, die ökonomische Dynamik neu zu entfachen. Lockerungen in der Bankenregulation und Verminderung der Hürden im Immobiliensektor der Metropolen sind Teil der Bemühungen, den Wachstumsmotor zu reanimieren. Der Januar, traditionell gezeichnet durch das Frühlingsfest und eine dadurch bedingte produktionsarme Woche, stellt zusätzlich eine Herausforderung für die produzierende Wirtschaft dar.
Wirtschaft
Wachstumsschwäche in Chinas Produktion hält an: PMI verharrt unter kritischer Marke