05. März, 2026

Politik

Wachstum im Konservativen Spektrum: Werteunion gründet sächsischen Landesverband

Wachstum im Konservativen Spektrum: Werteunion gründet sächsischen Landesverband

Die politische Landschaft in Sachsen erfährt eine bemerkenswerte Erweiterung: Mit Heiko Petzold, einem etablierten Unternehmer, an der Spitze hat sich die Werteunion als Partei im Freistaat Sachsen aufgestellt. Bei der Gründungsveranstaltung in Dresden, bei der auch der überregional bekannte Bundesvorsitzende Hans Georg Maaßen anwesend war, wurde Petzold zum Landesvorsitzenden ernannt. Petzold sieht sich als stimmgewaltiger Repräsentant der regionalen Mitte und verpflichtet sich dazu, Probleme nicht nur zu benennen, sondern praxisnahe Lösungen zu erarbeiten. Dabei blickt er zuversichtlich auf die bevorstehende Landtagswahl am 1. September, bei der er die parteiinterne Spitzenposition einnimmt.

Das Engagement der Werteunion spart nicht an Selbstbewusstsein, wie die Worte Maaßens unterstreichen. Als früherer Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz betont er die Bedeutung seiner Partei für die Bewahrung von grundlegenden Werten und Freiheitsrechten, und zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich der Unterstützung durch die sächsische Bevölkerung.

Mit Sachsen zählt die Partei nun den dritten Landesverband – neben Thüringen und Schleswig-Holstein – zu ihrem konservativen Netzwerk. Die gegenwärtige Mitgliederzahl des sächsischen Verbands umfasst 40 Personen, während 50 Anträge auf Mitgliedschaft aktuell geprüft werden. Eine Kandidatur bei den anstehenden Kommunalwahlen im Juni wird es jedoch nicht geben.

Diese jüngste Entwicklung spiegelt das Bestreben der Werteunion wider, aus dem Schattendasein in Sachsen herauszutreten, nachdem sie sich 2022 infolge interner Unstimmigkeiten teilweise neu aufgestellt hatte. Nichtsdestotrotz sieht Sven Eppinger, der Chef der Heimatunion und CDU-Landtagskandidat, die Konsolidierung der Werteunion kritisch. Er befürchtet eine weitere Fragmentierung des bürgerlichen Lagers, was letztlich kontraproduktiv für die gemeinsame Sache sei.