Die anhaltend geringe Nachfrage aus der Windenergiebranche setzt dem Kohlefaserspezialisten SGL Carbon zu. Im ersten Quartal des laufenden Jahres verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von fast vier Prozent auf 272,6 Millionen Euro. Diese Nachricht teilte der im SDax gelistete Konzern aus Wiesbaden mit. Besonders die Kohlefaser-Division erlebt eine nachhaltig schwierige Phase, sodass SGL eine Veräußerung dieser Sparte in Betracht zieht, um die negativen Auswirkungen zu mildern.
Trotz der herausfordernden Lage im Bereich Windenergie konnte SGL Carbon einen leichten Anstieg um fünf Prozent beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebitda) verzeichnen, welches nun 42 Millionen Euro beträgt. Dieses Wachstum ist vor allem dem florierenden Halbleitergeschäft zu verdanken, welches die Marge von 14,1 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 15,4 Prozent anheben konnte.
Den positiven Entwicklungen zum Trotz spiegelt sich die generelle Lage des Unternehmens auch im Nettogewinn wider: Dieser sank um circa 17 Prozent auf rund 13 Millionen Euro. Nichtsdestotrotz hält SGL Carbon an seiner Jahresprognose fest und blickt somit weiterhin mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft.