Der schwedische Lastwagen- und Bushersteller Volvo verzeichnete dank starken Wachstums im Schlussquartal 2023 bessere Geschäftszahlen als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um fast 17 Prozent auf rund 552,8 Milliarden schwedische Kronen (knapp 49 Milliarden Euro), während das operative Ergebnis sogar um fast die Hälfte auf 66,8 Milliarden Kronen zulegte. Auch der Gewinn für die Aktionäre stieg von 32,7 Milliarden auf 49,8 Milliarden Kronen. Die Aktionäre sollen davon mit einer regulären Dividende von 7,50 Kronen je Aktie sowie einer Sonderausschüttung von 10,50 Kronen je Aktie profitieren.
Trotz dieser positiven Nachrichten ist der Ausblick von Volvo für die kommenden Monate etwas gedämpft. Insbesondere werden niedrigere Erwartungen an die Zulassungen schwerer Lkw in Europa genannt. Dies zeigt sich auch in der Auftragsentwicklung des Unternehmens: Während die Lkw-Auslieferungen im Schlussquartal zwar noch einmal leicht stiegen, sank der Auftragseingang um 9 Prozent auf 49.347 Stück. Insgesamt erhielt Volvo im Jahr 2023 Bestellungen für 204.897 Lkw, ein Rückgang um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2023 wurden insgesamt 246.272 Lkw ausgeliefert.
Die Nachrichten schlugen sich zunächst in einem Kursverlust von fast sechs Prozent für die Volvo-Aktie nieder. Im weiteren Verlauf des Nachmittags erholte sich der Kurs jedoch leicht und notierte schließlich im Plus.
Die Geschäftszahlen von Volvo werden von Analysten insgesamt als solide bewertet. Die etwas zurückhaltenden Erwartungen für die kommenden Monate könnten jedoch die Stimmung der Anleger beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob Volvo in der Lage ist, die Auftragslage wieder zu stärken.