Zwischen Volkswagen und zwei seiner Manager entbrennt ein juristischer Schlagabtausch, da diese vor Gericht eine Entschädigungszahlung in Höhe von 7,5 Millionen Euro anstreben. Auslöser des Streits sind interne Berichte über mögliche Missstände, die von den Klägern aufgedeckt wurden. Hierbei handelt es sich um angeblich gesundheitsgefährdende Schadstoffe in den Innenräumen bestimmter Volkswagen-Modelle sowie um Lücken in der Dokumentation der verbauten Materialien. Laut dem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" soll das Unternehmen in vielen Fällen nicht in der Lage sein, die genauen Materialien nachzuweisen.
Volkswagen hat diese Anschuldigungen vehement zurückgewiesen und sieht keine Grundlage für eine Schadenersatzzahlung. Die Gespräche zwischen den Parteien führten bisher zu keinem Ergebnis, wie das Arbeitsgericht Braunschweig mitteilte. Eine offizielle Stellungnahme seitens des Unternehmens liegt aktuell nicht vor.
Die betroffenen Manager beziehen sich in ihrem Vorgehen auf das Hinweisgeberschutzgesetz sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Eigenen Angaben zufolge haben sie die mutmaßlichen Verstöße bereits diversen Behörden gemeldet, darunter der BaFin, dem LKA und dem Kraftfahrt-Bundesamt. Für eine vertiefte gerichtliche Auseinandersetzung wurde ein erster Kammertermin für Juni 2025 angesetzt, wie vom Gericht verlautbart wurde.