27. April, 2026

Wirtschaft

Volkswagen und Betriebsrat erreichen entscheidendes Abkommen: Deutsche Werke bleiben erhalten

Volkswagen und Betriebsrat erreichen entscheidendes Abkommen: Deutsche Werke bleiben erhalten

Volkswagen konnte jüngst einen bedeutenden Erfolg verbuchen: Nach intensiven Verhandlungen mit dem mächtigen Betriebsrat des Unternehmens hat der Automobilriese seine Pläne zur Schließung mehrerer deutscher Werke zurückgezogen. Ein Abkommen, das jährliche Einsparungen von 4 Milliarden Euro vorsieht, entschärft die Lage und verhindert weitere Streiks.

Nach mehr als 70 Stunden Diskussion mit Europas größtem Automobilhersteller verkündete der Betriebsrat am späten Freitag den Durchbruch: zwar kommt es zu Kapazitätsreduktionen in den deutschen Werken, jedoch bleiben Schließungen aus. Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo betonte, dass kein Standort geschlossen werde, keine Entlassungen erfolgen und der Haustarifvertrag langfristig gesichert sei.

Der Betriebsrat, der die Hälfte der Sitze im Aufsichtsrat von VW innehat, erklärte, dass die Kapazität in fünf der deutschen Vorzeigewerke um jährlich 734.000 Einheiten reduziert werde, ohne dass Entlassungen notwendig seien. Volkswagen wiederum kündigte an, dass es bis 2030 sozialverträglich 35.000 Arbeitsplätze abbauen werde, indem altersbedingte Abgänge oder freiwillige Abfindungspakete genutzt werden.

Das Abkommen stellt einen bemerkenswerten Wandel von den ursprünglichen Forderungen von VW dar. Im September warnte das Unternehmen vor strukturell niedrigerem Absatz in Europa — rund 500.000 Fahrzeuge weniger jährlich im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit — dies hätte Schließungen von mindestens drei deutschen Werken erforderlich gemacht.

Am Freitag bezeichnete VW-Chef Oliver Blume die Vereinbarung als ein „wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der Volkswagen-Marke“.