17. Februar, 2026

Märkte

Volatilität bei Edelmetallen: Vorübergehende Schwäche bei Gold und Silber

Der Preis für Gold ist am Dienstag erneut leichten Schwankungen unterworfen gewesen und notiert jetzt bei 4.925 US-Dollar pro Feinunze. In den vergangenen Tagen hat der Goldpreis kurzzeitig die bedeutende Marke von 5.000 US-Dollar durchbrochen, was jedoch nur von kurzer Dauer war. Die jüngsten Entwicklungen fügen sich in eine Serie starker Kursbewegungen ein, die in den letzten Monaten besonders ausgeprägt war. Im Januar erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch von fast 5.600 US-Dollar, bevor er Anfang Februar auf etwa 4.400 US-Dollar fiel.

Ebenfalls von einem Rückgang betroffen ist der Silberpreis, der am Dienstag ebenfalls leicht zurückging. Der Silberpreis lag am Montag noch bei etwa 77 US-Dollar, fiel jedoch auf aktuell 74,43 US-Dollar pro Feinunze. Trotz dieser Rückschläge hat sich die stabile Nachfrage auf den großen Märkten, insbesondere in China und Indien, als wichtiger stabilisierender Faktor erwiesen. Im Januar erreichten die Importe beider Edelmetalle in Indien beachtliche Höhen, was auf eine gleichbleibend hohe Nachfrage hinweist.

Internationale Finanzinstitute, darunter die Deutsche Bank und Goldman Sachs, prognostizieren weiterhin einen positiven Trend bei den Edelmetallpreisen. Die fortdauernde Unsicherheit bezüglich der zukünftigen US-Geldpolitik spielt in diesen Erwartungen eine wesentliche Rolle. Spekuliert wird über eventuelle Zinssenkungen durch den designierten Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, was den Edelmetallpreisen potenziell weiteren Auftrieb verleihen könnte. In geopolitisch unsicheren Zeiten gelten Edelmetalle traditionell als sichere Investitionshäfen, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender globaler Krisen.

Darüber hinaus setzen auch zahlreiche Zentralbanken weltweit auf den Erwerb von Gold zur Diversifikation ihrer Reserven. Silber hingegen steht, trotz seiner Bedeutung als Industriemetall in Bereichen wie Künstliche Intelligenz und erneuerbaren Energien, vor besonderen Herausforderungen. Die jüngste Unfähigkeit, die wichtige psychologische Grenze von 80 US-Dollar zu überschreiten, könnte die kurzfristige Entwicklung von Silber weiterhin beeinflussen. Hierbei wird besonders beobachtet, wie sich technologische Fortschritte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf den Bedarf und die Preisentwicklung von Silber auswirken werden.