16. April, 2026

Wirtschaft

Vodafone signalisiert Stabilisierungstrend nach Gewinnrückgang

Vodafone signalisiert Stabilisierungstrend nach Gewinnrückgang

Der britische Telekommunikationsgigant Vodafone hat bekanntgegeben, dass das Unternehmen nach einem herausfordernden Geschäftsjahr mit deutlichen Einbrüchen im operativen Gewinn vor einer Phase der Konsolidierung steht. Im Geschäftsjahr, das bis Ende März lief, verzeichnete Vodafone einen um 11,3 Prozent gesunkenen bereinigten operativen Gewinn (Ebitda AL), der nun bei rund 11 Milliarden Euro liegt. Der Umsatz ging um 2,5 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro zurück.

Trotz dieser Zahlen zeigt sich das Management vorsichtig optimistisch. Die Konzernchefin Margherita Della Valle betont im Zuge der Ergebnisveröffentlichung, im Blick auf das Geschäftsjahr bis Ende März 2025 einen operativen Gewinn von 11 Milliarden Euro erreichen zu wollen. Hinzu soll ein bereinigter freier Mittelzufluss von mindestens 2,4 Milliarden Euro kommen, allerdings unter Auslassung von Sondereffekten wie dem Geschäft in Spanien und Italien, Wechselkursen und der Inflation in der Türkei.

Im Bereich Optimierungsmaßnahmen stellt Deutschland einen zentralen Markt dar. Mit fast 40 Prozent des gesamten Service-Umsatzes und einem signifikanten Anteil am operativen Ergebnis des Konzerns ist dieses Segment besonders bedeutend für Vodafone. Das letzte Geschäftsjahr zeigte auf dem deutschen Markt einen stagnierenden Service-Umsatz von etwa 11,4 Milliarden Euro. Dennoch gibt es Lichtblicke: Im letzten Quartal verzeichnete Vodafone Deutschland einen Zuwachs von 0,6 Prozent, was über den Erwartungen der Analysten lag.

Vodafone Deutschland konnte zudem im gleichen Zeitraum 51.000 neue Mobilfunkvertragskunden begrüßen, was zwar hinter den Berichtszahlen der Konkurrenz Telefonica Deutschland (O2) liegt, aber dennoch eine positive Entwicklung darstellt. Die Deutsche Telekom wird ihre eigenen Geschäftszahlen kurzfristig im Laufe dieser Woche präsentieren.