04. Februar, 2026

Wirtschaft

VNG beruhigt: Keine unmittelbare Gaskrise trotz geringer Speicherkapazitäten

Der ostdeutsche Energiekonzern VNG zeigt sich angesichts der derzeit niedrigen Füllstände in den deutschen Gasspeichern unbesorgt über die Versorgungssicherheit. Die aktuellen Füllstände betragen etwa 36 Prozent bei den firmeneigenen Speichern und rund 32 Prozent deutschlandweit. VNG versichert, dass die derzeitigen Reserven in der anstehenden Wintersaison zuverlässig funktionieren und die Versorgung in Zeiten hoher Nachfrage sichergestellt ist.

Trotz der Füllstände, die deutlich unter dem Durchschnitt liegen, stellt die bevorstehende Speicherperiode eine Herausforderung dar. VNG erkennt die Schwierigkeiten, die mit der aktuellen Marktsituation einhergehen, weist jedoch darauf hin, dass zusätzliche Mengen von Flüssigerdgas (LNG), die flexibel in das System integriert werden können, die Situation erheblich stabilisieren und Sicherheit bieten.

In Hinblick auf die längerfristigen Perspektiven betont VNG die entscheidende Rolle langfristiger Lieferverträge, insbesondere mit norwegischen Produzenten. Diese Verträge sind von zentraler Bedeutung für eine stabile Versorgung und die Vermeidung von plötzlichen Preisspitzen. In Kombination mit den zusätzlichen, flexiblen LNG-Importen und der nach wie vor strategisch wichtigen Rolle der Gasspeicher entsteht ein komplexes Sicherheitsnetz. Dieses Netz soll die Versorgung auch in herausfordernden Zeiten gewährleisten.

Trotz dieser positiven Einschätzungen wird im politischen Bereich der Ruf nach einer strategischen Notreserve immer lauter. Sachsens Energieminister Dirk Panter spricht sich für eine verstärkte staatliche Vorsorge aus. Er fordert Maßnahmen, um den Herausforderungen unvorhersehbarer Energiekrisen in zukünftigen Wintern gewappnet zu sein. Diese Forderungen spiegeln die Notwendigkeit wider, proaktive Strategien zu entwickeln, um die Energieversorgung auf Dauer zu sichern und potenziellen Krisenszenarien effektiv begegnen zu können.